Iran baut mit Hamas Terrorinfrastruktur im Westjordanland auf

„Der Erhebung eines hochrangigen Sicherheitsbeamten zufolge haben sich von den 1027 in Israel inhaftierten Terroristen, die im November 2011 im Gegenzug für die Rückkehr des gefangenen israelischen Unteroffiziers Gilad Shalit ausgetauscht wurden, 420 erneut dem Terrorismus und der Gewalt zugewandt. Von diesen wurden 210 nochmals festgenommen und 100 erneut inhaftiert. Terroristen, die bei dem Shalit-Austausch freigelassen wurden, waren direkt und indirekt am Mord von sieben Israelis beteiligt, darunter die drei Jugendlichen, die im Juni 2014 in Gusch Etzion entführt wurden, sowie Rabbi Michael Mark und Baruch Mizrahi. Der größere Gesamtschaden, der Israel schwer zu schaffen macht, rührt jedoch von jenen Gefangenen her, die in den Gazastreifen deportiert oder zurückgeschickt wurden. Es ist nun klar geworden, dass sich diejenigen, die ins Westjordanland zurückgingen und damit in der Reichweite Israels blieben, leichter kontrollieren lassen als jene, die sich jenseits der Grenze im Gazastreifen befinden.

Als sei das nicht schlimm genug, hat eine Gruppe von Gefangenen, die beim Shalit-Austausch freigelassen wurden, die Kontrolle der Hamas im Gazastreifen übernommen. Die Gruppe hat einen Mechanismus entwickelt, der im Gazastreifen zunächst die Ruhe wahren und ihnen so die Chance geben soll, ihre Organisation wieder aufzubauen, Terroranschläge im Westjordanland zu planen und derweil das Regime des Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas zu destabilisieren. (…) Dem Middle East Media Research Institute zufolge hat die mit der Hisbollah affiliierte libanesische Tageszeitung Daily Star kürzlich von einem Versuch der Hisbollah, der Hamas, eines nicht identifizierten Ablegers einer irakischen Miliz und fünf weiterer nicht identifizierter bewaffneter Gruppen aus dem Gazastreifen und dem Westjordanland berichtet, eine Art gemeinsamen ‚Kriegsraum’ einzurichten, um ihre Aktivitäten zu koordinieren.

Hamas-Führer Ismail Haniyeh, Quds-Kommandeur Qassem Soleimani

Dabei hat der Iran unverhohlen seine Finger im Spiel. Hochrangige iranische Funktionäre, angefangen mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani und dem Kommandeur der Quds-Einheit Generalmajor Qassem Soleimani, haben hochrangigen Hamasangehörigen und anderen palästinensischen Fraktionen versichert, dass der Iran bereit sei, ihnen all seine Fähigkeiten zur Verfügung zu stellen. Hochrangige iranische Funktionäre haben sich in der letzten Zeit häufiger mit Spitzenvertretern der Hamas im Gazastreifen getroffen. Doch agiert der Iran auch eigenständig, und zwar nicht nur durch Agenten. Der Inlandsgeheimdienst Shin Bet deckte vor kurzem ein iranisches Terrornetzwerk im Westjordanland auf, das vom iranischen Geheimdienst rekrutiert und direkt angeleitet wurden.

In einem anderen Artikel berichtete Al Jarida, Soleimani habe den Anführern der Hamas und des Islamischen Dschihad gegenüber betont, dass das religiöse Oberhaupt des Iran Ayatollah Ali Khamenei der Bewaffnung des Westjordanlands große Bedeutung zumesse. Der Journalist und Forscher beim Jerusalem Center for Public Affairs Yoni Ben-Menachem machte Israel auf diesen Bericht aufmerksam. Darin hieß es weiter, Soleimani habe sich mit Waffenschmugglern in Syrien und im Libanon getroffen und sie gebeten, Wege ausfindig zu machen, auf denen die Palästinenser im Westjordanland mit ‚hochwertigen’ Waffen beliefert werden könnten.“ (Nadav Shragai: „Warning – abductions planned“)

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