Iran attackiert Kurden im Nord-Irak

„Iranische Artillerie hat ein Lager der Demokratischen Partei Kurdistan-Iran (PDKI) im Nordirak angegriffen. Dem Gesundheitsamt der nahgelegenen Stadt Koya zufolge wurden bei dem Angriff mindestens fünf Kurden getötet und 30 verletzt. Der Artilleriebeschuss markiert eine entscheidende Eskalation durch den Iran. Zuletzt griff er 1996 kurdische Gruppen im Norden des Irak an, die von dort aus gegen das iranische Regime kämpften.

In den vergangenen Monaten haben die PDKI und andere kurdischen Gruppen ihre Aktivitäten in die westiranische Kurdenregion ausgedehnt. Dort leben mehr als sechs Millionen Kurden. Bei Zusammenstößen mit Einheiten der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) sind auf beiden Seiten Dutzende Menschen getötet oder verwundet worden. Am Tag vor dem iranischen Angriff hatten Demonstranten in der südirakischen Stadt Basra das iranische Konsulat angegriffen. Daher könnte es sich bei dem Angriff um einen Versuch des IRGC handeln, die Öffentlichkeit abzulenken, indem es die Aufmerksamkeit auf die Kurdenfrage lenkt.“ (Seth J. Frantzman: „Iranian artillery targets Kurdish group in Iraq“.)

(Das Vorgehen des iranischen Repressionsapparats gegen die PDKI hat auch in Wien Spuren hinterlassen: Am 13. Juli 1989 ermordete ein iranisches Killerkommando hier dem damaligen Vorsitzenden der Partei, Abdul Rahman Ghassemlou.)

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