Die Änderungen wurden durch den Kommandeur der Quds-Einheit Generalmajor Qassem Suleimani und durch Haidar al-Ameri angeordnet. Al-Ameri führt die Volksmobilisierungsfront im Irak, deren vorwiegend schiitischen Milizen auf die irakische Stadt Ba’aj vorgerückt sind. Ba’aj, wo sich der Anführer des Islamischen Staats Abu Bakr al-Baghdadi in den letzten drei Jahren überwiegend aufgehalten hat, gilt als ein entscheidendes Bindeglied auf der geplanten Route. Nicht erst seit Beginn des Kriegs mit der IS-Terrorgruppe bemüht der Iran sich darum, im Irak und in Syrien von ihm und seinen Stellvertretern kontrollierte Einflusszonen zu etablieren. Doch sind inzwischen durch den sich fortdauernden Syrienkonflikt neue und unvorhersehbare Dimensionen hinzugekommen, durch die die Sicherung des Korridors zunehmend schwierig wird. Der Aufmarsch der USA im Nordosten Syriens hat Regierungsbeamte in Bagdad und Teheran alarmiert. Hochrangige irakische Quellen erklärten dem Guardian gegenüber, die iranische Führung glaube, dass die erhöhte Präsenz [der USA] darauf abziele, Teheran von seinen Ambitionen abzubringen. ‚Darauf reagieren sie damit, dass sie alles daran setzen, den Korridor so schnell wie möglich einzurichten’, sagte ein hochrangiger irakischer Regierungsvertreter. ‚Das bedeutet, dass sie Ba’aj so schnell wie möglich erobern und den Islamischen Staat aus Mayadin und Deir Azzour vertreiben müssen. Sie wollen damit fertig sein, bevor die Amerikaner dorthin gelangen.’“ (Martin Chulov: „Iran changes course of road to Mediterranean coast to avoid US forces“)