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Irakischer Stammesführer: „Erlaubt, Frauen von IS-Mitgliedern zu vergewaltigen“

Der Sprecher der arabischen Stämme von Ninive, Mzahim Ahmed Alhwait
Der Sprecher der arabischen Stämme von Ninive, Mzahim Ahmed Alhwait (Quelle: MEMRI TV)

Mzahim Ahmed Alhwait erklärte in einem Fernsehinterview, er habe eine Fatwa erlassen, die es erlaube, IS-Mitgliedern „das anzutun, was sie uns angetan haben.“

MEMRI TV

Der Sprecher der arabischen Stämme von Ninive, Mzahim Ahmed Alhwait, erklärte in einer Sendung des irakischen Fernsehsenders Alrabiaa TV am 6. Dezember 2021, er sei der erste gewesen, der eine „Stammes-Fatwa“ erlassen habe, die es Muslimen, Jesiden und Christen erlaubt, die Ehefrauen von IS-Mitgliedern zu vergewaltigen.

Als der Moderator der Sendung einwandt, dass er wegen solcher Menschenrechtsverletzungen vor einem internationalen Gericht angeklagt werden könnte, antwortete Alhwait: „Wir werden ihnen das antun, was sie uns angetan haben.“

Es seien die Menschenrechtsorganisationen, die den IS dadurch unterstützen, dass ihre Berichte zu Lasten der Peshmerga [der kurdischen Kämpfer; Anm. Mena-Watch] und der schiitischen Milizen der Volksmobilisierung (Hashd al-Shaabi, PMU) und damit zugunsten des Islamischen Staates verzerrt seien. (…)

Mzahim Ahmed Alhwait: „Ich war der erste, der eine Stammes-Fatwa erlassen hat, die die Vergewaltigung der Frauen von IS-Mitgliedern durch Muslime, Jesiden und Christen erlaubt.“

Interviewer: „Scheich Mzahim, was ist das für eine Aussage? Das wäre ein Verstoß gegen das Gesetz und gegen die Menschenrechte. Sie sind ein [angesehener] Scheich, und dies ist das 21. Jahrundert. Was ist das für ein Gerede?«

Alhwait: „Es gibt kein Gesetz. Wir werden mit ihnen machen, was sie mit uns gemacht haben.“

Interviewer: „Gut, aber Sie sind kein Richter…“

Alhwait: „Gestern und heute haben die Peshmerga Märtyrer zu beklagen gehabt, und die PMU auch, aber die irakische Regierung…“

Interviewer: „Für diese Aussage werden Sie vor einem internationalen Gericht angeklagt.“

Alhwait: „Das Ministerium für Migration und Vertreibung hat den Familien von IS-Mitgliedern aus Al-Hol [Gefangenenlager in Syrien; Anm. Mena-Watch] die Einreise nach Mosul erlaubt.“

Interviewer: „Menschenrechtsorganisationen und Gruppen, die sich mit häuslicher Gewalt beschäftigen, werden Sie vor einem internationalen Gericht anklagen.“

Alhwait: „Die Menschenrechtsorganisationen sind diejenigen, die diese IS-Mitglieder unterstützen. Bei Allah, in den westlichen Provinzen [des Irak] sind es die internationalen Organisationen, die Berichte schreiben, das etwas so und so stattgefunden habe…

Die Peshmerga und die PMU haben den IS bekämpft und seine Mitglieder verhaftet, und jetzt sagen ihre Familien: ‚Unsere Kinder sind unschuldig. Die Peshmerga und die PMU haben sie entführt und getötet.‘

Dann berichten [die internationalen Organisationen] über all das und schreiben, dass die PMU dem Iran gegenüber loyal seien. Sie machen diese Anschuldigungen und das Ergebnis ist, dass die IS-Mitglieder die Kontrolle haben.«

(Aus dem Artikel „Iraqi Tribal Leader Mzahim Ahmed Alhwait: It Is Permissible To Rape The Wives Of ISIS Members; We Will Do To Them What They Did To Us; International Human Rights Organizations Help ISIS”, der bei MEMRI TV erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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