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Irak: Pro-iranische Milizen hinter Anschlag auf Premierminister

Schiitische Milizen bei einer Protestverantaltung gegen die Parlamentswahlen im Irak
Schiitische Milizen bei einer Protestverantaltung gegen die Parlamentswahlen im Irak (© Imago Images / Le Pictorium)

Ein Drohnenangriff auf den irakischen Premierminister am Sonntag wurde von mindestens einer vom Iran unterstützten Miliz durchgeführt,

Reuters

Irakische Sicherheitsbeamte und Quellen, die den Milizen nahestehen und am Montag unter der Bedingung der Anonymität mit Reuters sprachen, sagten, dass die Drohnen und der Sprengstoff, die bei dem Angriff verwendet wurden, aus dem Iran stammten.

Ein Sprecher einer mit dem Iran verbündeten paramilitärischen Gruppe lehnte es ab, den Angriff zu kommentieren oder zu sagen, wer ihn ausgeführt hat. Andere vom Iran unterstützte Gruppen konnten nicht sofort für einen Kommentar erreicht werden. Die iranische Regierung in Teheran reagierte nicht sofort auf Bitten um eine Stellungnahme.

Ministerpräsident Mustafa al-Kadhimi entkam dem Angriff auf seine Residenz in der irakischen Hauptstadt Bagdad, der mit sprengstoffbeladenen Drohnen durchgeführt wurde, unverletzt.

Zwei irakische Sicherheitsbeamte und drei Quellen, die den vom Iran im Irak unterstützten Milizen nahestehen, erklärten, der Anschlag sei von mindestens einer dieser Gruppen verübt worden, gaben jedoch leicht unterschiedliche Einschätzungen darüber ab, um welche Gruppierungen es sich genau handelte.

Die beiden Sicherheitsbeamten sagten, die mächtigen Gruppen Kataib Hisbollah und Asaib Ahl al-Haq hätten den Anschlag gemeinsam verübt. Eine Quelle der Miliz sagte, dass Kataib Hisbollah beteiligt war und er die Rolle von Asaib nicht bestätigen könne. Keine der beiden Gruppen gab bislang eine Stellungnahme zu den Vorwürfen ab..

Keine der Gruppen hat sich zu dem Anschlag bekannt, der die Lage im Irak weiter anheizt, die ohnhin schon angespannt ist, weil die vom Iran unterstützten Milizen, darunter Kataib Hisbollah und Asaib, Aufmärsche und Protestcamps zur Anfechtung der kürzlich stattgefundenen Parlamentswahlen anbhalten.

Die politischen Parteien, die mit dem Iran verbündete paramilitärische Gruppen im Parlament vertreten, erlitten bei den Wahlen am 10. Oktober vernichtende Niederlagen und verloren Dutzende von Sitzen, die sie seit mehreren Jahren kontrolliert hatten.

(Aus dem Artikel Iran-backed militia behind attack on Iraqi PM -security officials, sources, der bei Reuters erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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