In Deutschland ist der Antisemitismus wieder ein Geschäftsmodell

Das Problem liegt viel tiefer, nämlich in der ambivalenten Haltung des offiziellen Deutschland gegenüber Juden und Israel. Die deutschen Regierungen haben es versäumt, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verbindliche Leitplanken bezüglich der Toleranz von Antisemitismus zu setzen. Einerseits frönt man mit kaum verhohlenem Sündenstolz einer penetranten ‚Erinnerungskultur‘. In deren Rahmen tönte der kürzlich verstorbene Historiker Eberhard Jäckel an der Feier zum fünfjährigen Jubiläum des Berliner Holocaust-Mahnmals, es gebe ‚Völker, die uns um das Mahnmal beneiden‘. Andererseits unterstützt die Bundesregierung die gesonderte Kennzeichnung von israelischen Produkten. Auch der Israel-Passus im Koalitionspapier der Groko lässt einiges an Sympathie für Juden und Israel vermissen. Der jüdische Staat wird einseitig kritisiert, während Hamas-Terror, Nichtanerkennung und Hasspropaganda, die auch in Deutschland zu antisemitischen Zwischenfällen führen, mit keinem Wort thematisiert werden.

Die Deutschen verlegen emsig Stolpersteine, halten Gedenktage ab und bauen Mahnmale für die jüdischen Opfer ihrer Vorväter, um der Welt und sich selbst zu beweisen, wie vorbildlich sie mit der Geschichte umgehen. Gleichzeitig zahlt die Bundesregierung jährlich rund 162 Millionen Euro an die Fatah-Partei von Mahmoud Abbas, die nachweislich mit diesem Geld den Mördern von israelischen Zivilisten und deren Angehörigen üppige Renten auszahlt, die sich nach Anzahl der Toten erhöhen. Die Bundesregierung weiß von diesen Zahlungen, lässt jedoch ausrichten, die Terror-Renten hätten ‚größtenteils den Charakter einer Sozialhilfe‘ und würden ‚einen Fortschritt im palästinensischen Staatsaufbau‘ darstellen. (…) Das wiederum passt zu einer Bundesregierung, die 2008 Israels Sicherheit zur ‚Staatsräson‘ erklärte, deren Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier aber letztes Jahr als erster deutscher Bundespräsident überhaupt dem Judenmörder Arafat, dem die Sicherheit Israels erwiesenermaßen kein Anliegen war, die Ehre erwies, einen Kranz an seinem Grab niederzulegen.

In dieser Atmosphäre staatlich vorgelebter Doppelmoral fällt Antisemitismus jeglicher Art auf fruchtbaren Boden, auf dem auch Kollegah und Farid Bang ihre verkaufsfördernden Tabubrüche unbehelligt ausloten können, mit denen sie Millionen verdienen. Antisemitismus ist, wenige Jahrzehnte nach der Shoa, wieder ein Geschäftsmodell in Deutschland. Mit oder ohne Echo.“ (David Klein: „Geschäftsmodell Antisemitismus“)

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