Idlib: Aufständische haben demilitarisierte Zone geräumt

„Die Aufständischen haben den Rückzug ihrer schweren Waffen aus der von der Türkei und Russland geschaffenen demilitarisierten Zone in Nordwestsyrien abgeschlossen. Ein Sprecher der Nationalen Befreiungsfront (NLF), einer von den Türken unterstützten Koalition etlicher aufständischer Gruppen, erklärte: ‚Unsere schweren Waffen, einschließlich der Panzer und Geschütze, sind aus der demilitarisierten Zone abgezogen worden, so dass sie keine Angriffsziele für russische Kampfflieger mehr darstellen.‘ Naji al-Mustafa fügte hinzu, dass ‚wir unsere Stellungen weiterhin mit leichten Waffen verteidigen werden‘.

Die türkischen Streitkräfte, die die Pufferzone um Idlib und den Norden Hamas und Latakias, wo schätzungsweise drei Millionen Syrer leben, überwachen sollen, brachten unterdessen ihre eigenen schweren Waffen in Stellung. Die Schaffung der 15 bis 20 Kilometer breiten und 100 Kilometer langen Zone war am 17. September vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin bekannt gegeben worden. Infolge der Vereinbarung wurde eine geplante Offensive der Russen und des Regimes gegen die letzte Bastion der syrischen Opposition ausgesetzt. Die Vereinbarung sieht vor, dass das dschihadistische Hayat Tahrir al-Scham-Bündnis (HTS), das einen Teil Idlibs kontrolliert, sich aus der Pufferzone zurückziehen muss. HTS hat sich bislang nicht zu der Vereinbarung geäußert. Quellen vor Ort erklärten, HTS habe stillschweigend seine schweren Waffen abgezogen, seine Kämpfer hielten sich jedoch nach wie vor in der Gegend auf. Manche der Aufständischen bestehen darauf, dass russische Truppen die Zone nicht patrouillieren dürfen.“ (Scott Lucas: „Rebels Complete Withdrawal of Heavy Weapons from Idlib Zone“)

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