Eine Quelle behauptete, die saudischen Bemühungen, von den Huthi auf Israel abgefeuerte Raketen abzufangen, seien Teil der Zusammenarbeit zwischen Riad, Washington und Jerusalem.
Die libanesische Zeitung Al-Akhbar, die der pro-iranischen Achse nahesteht, berichtete am Mittwoch, Saudi-Arabien habe in den vergangenen beiden Tagen den Einsatz von Kampfflugzeugen entlang seiner Grenze zum Jemen intensiviert. Die Zeitung meldete außerdem, Saudi-Arabien habe seine Luftabwehrsysteme in höchste Alarmbereitschaft versetzt, um Raketen der Huthi in Richtung Israel abzufangen. Dieser Schritt diene dem Schutz des eigenen Luftraums.
Eine mit der von den Huthi geführten und international nicht anerkannten Rebellenregierung verbundene Quelle behauptete gegenüber Al-Akhbar, die saudische Militäralarmbereitschaft sei Teil einer »saudisch-amerikanisch-israelischen Zusammenarbeit«. Riad habe seine Luftwaffe gemeinsam mit anderen arabischen Staaten stationiert, »um Israel zu verteidigen«.
Eskalation?
In den letzten Tagen schlugen tatsächlich mehrere Raketen auf saudischem Territorium ein. Gleichzeitig scheinen die Huthi zu versuchen, Saudi-Arabien und andere Golfstaaten propagandistisch in Verlegenheit zu bringen. So folgte die Zeitungsmeldung auf eine Erklärung des Golf-Kooperationsrats (GCC), der am Montag auf Antrag Saudi-Arabiens die Aktionen der Huthi im Roten Meer verurteilte.
Bemerkenswert ist ebenfalls, dass die arabischen Staaten und der GCC in den letzten Tagen, anders als bei früheren Vorfällen, keine Verurteilungen der israelischen Angriffe auf die Huthi-Regierung in Sanaa ausgesprochen haben.
Trotz eines Waffenstillstands auf dem Papier bleiben die Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und den Huthi im Jemen angespannt. In den letzten zehn Jahren führte der saudische König eine regionale Koalition gegen die pro-iranischen Huthi-Milizen an, nachdem diese Sanaa eingenommen hatten. In den letzten Jahren hat Riad einen eher diplomatischen als militärischen Ansatz bevorzugt.






