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Zum Glück hört der Nahe Osten nicht auf deutsche Journalisten

Bei der ARD arbeiten einige der Journalisten, die chronische falsch liegen, wenn es um den Nahen Osten geht. (© imago-images/Hartenfelser)
Bei der ARD arbeiten einige der Journalisten, die chronische falsch liegen, wenn es um den Nahen Osten geht. (© imago-images/Hartenfelser)

Geht es nach vielen deutschen Journalisten, ist unmöglich, was im Nahen Osten gerade vor sich geht: Es entspricht nicht ihren Überzeugungen.

Johannes Boie, Welt am Sonntag

Die „Drei Nein von Khartoum“ – kein Frieden und keine Verhandlungen mit, keine Anerkennung von Israel – von 1967 sind Geschichte. Sudan und Israel nehmen ganz normale zwischenstaatliche Beziehungen auf, wie es die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain in den vergangenen Wochen bereits getan haben. Der Nahe Osten wird in seinen Beziehungen zu Israel friedlicher.

Das ist eine Errungenschaft der Außenpolitik von Donald Trump, ganz egal, wie man den amerikanischen Präsidenten sonst so findet, ganz gleich, ob’s einem passt, oder nicht. Vielen deutschen Journalisten und Politikern scheint es nicht zu passen. War doch ihr Mantra in den letzten Jahren: Erst muss der Frieden mit den Palästinensern kommen.

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So kommt es, dass einige deutsche Journalisten unglücklich sind über die Neuigkeit. Auf Twitter stellt das zuständige Korrespondentenbüro der ARD in Tel Aviv zunächst mal fest, dass sich „die palästinensische Führung“ verraten fühle. Ein Studioleiter erklärt als erstes und einziges zu den normalisierten Beziehungen zwischen Israel und Sudan, sie „könnten Unmut auslösen“.

Es lohnt sich auch der Blick zurück: im Januar kommentierte eine Chefkorrespondentin, Trump lege die „Lunte ans Pulverfass“ in Nahost. Der ideale Zeitpunkt für historischen Frieden sei „mitnichten“ derzeit. (…)

Ein Chefredakteur der ARD erklärte noch vor nicht allzu langer Zeit, „Trump hat in Nahost fast alle Türen zugeschlagen“, das Beste, auf das man nun hoffen könne, sei „Stillstand“. Zum Glück ist es anders gekommen.

(Aus dem Kommentar „Beim Thema Israel herrscht im deutschen Journalismus ein doppelter Standard“, der in der Welt am Sonntag veröffentlicht wurde.)

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