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Hisbollah-Chef droht Libanon den Untergang an

Hisbollah-Chef Naim Qassem droht mit der Zerstörung des Libanon, sollte seine Terrorgruppe entwaffnet werden. (© imago images/ABACAPRESS)
Hisbollah-Chef Naim Qassem droht mit der Zerstörung des Libanon, sollte seine Terrorgruppe entwaffnet werden. (© imago images/ABACAPRESS)

Sollte versucht werden, die Hisbollah zu entwaffnen, werde es laut Naim Qassem »kein Leben im Libanon« mehr geben.

Anscheinend gestärkt durch den Beirut-Besuch des Sekretärs des iranischen Obersten Nationalen Sicherheitsrats, Ali Larijani vor wenigen Tagen drohte Hisbollah-Führer Naim Qassem in drastischen Worten dem gesamten Libanon mit dem Untergang, sollte versucht werden, die islamistische Terrororganisation zu entwaffnen.

In einer Rede am Freitag bezeichnete Qassem die Entscheidung zur Entwaffnung der Hisbollah als »gefährlich«, die »das Land einer schweren Krise« aussetze. Niemals werde seine Organisation die Waffen des »Widerstands« abgeben. Die Hisbollah werde »notfalls einen (historischen) Kampf gegen dieses israelisch-amerikanische Projekt führen, koste es, was es wolle«. Um zu verdeutlichen, welch drastische Konsequenzen im Fall des Falles drohten, fügte er hinzu: »Es wird kein Leben im Libanon geben, wenn die Regierung versucht, sich der Partei entgegenzustellen.«

Der libanesischen Regierung warf Qassem vor, einen »amerikanisch-israelischen Befehl zur Beendigung des Widerstands« umzusetzen, »selbst, wenn dies zu einem Bürgerkrieg und inneren Unruhen führt«. Sie [die libanesische Regierung] diene »dem israelischen Projekt, ob sie es weiß oder nicht« und trage »die volle Verantwortung für jede interne Explosion und jede Zerstörung des Libanons«.

Staat im Staat

Seit der Niederlage und den empfindlichen Verlusten, welche die Hisbollah im Krieg gegen Israel im Herbst 2024 erlitten hat, steigt im Libanon der Druck auf die Terrororganisation, ihre Waffen abzugeben. Vorige Woche hatte die Regierung der Armee den Befehl erteilt, einen Plan vorzulegen, mit dem gewährleistet werden könne, dass zum Jahresende die staatlichen Sicherheitskräfte und die Armee die einzigen bewaffneten Akteure im Land seien.

Die Hisbollah widersetzt sich allen Plänen zu ihrer Entwaffnung. Sie behauptet zwar stets, ihre Waffen dienten ausschließlich dem »Widerstand« gegen israelische »Aggression«, hat in der Vergangenheit aber auch ihre Bereitschaft unter Beweis gestellt, die Waffen gegen ihre eigenen Landsleute zu richten, sollte dies erforderlich sein, um ihre Macht als Staat im Staat im Dienst des iranischen Regimes weiter zu erhalten.

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