Hilfsorganisation im Jemen: Schätzungsweise 85.000 Kinder verhungert

„Eine führende internationale Hilfsorganisation hat am Mittwoch erklärt, schätzungsweise 85.000 jemenitische Kinder im Alter von bis zu fünf Jahren könnten seit dem Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2015 an Hunger und Krankheit gestorben sein. Save the Children berief sich auf die Sterblichkeitsrate bei unbehandelten Fällen von schwerer akuter Mangelernährung (SAM) bei jungen Kindern. Den Vereinigten Nationen zufolge haben seit der Intervention der von den Saudis angeführten Koalition gegen die jemenitischen Houthi im März 2014 1,3 Millionen Kinder an SAM gelitten.

Da in der Vergangenheit in der Regel 20 bis 30 Prozent der unbehandelten Fälle von SAM zum Tod führten, könnten einer ‚vorsichtigen Schätzung‘ zufolge 84.701 Kinder gestorben sein, so die Hilfsorganisation. Save the Children gab an, die Kalkulation beruhe auf den Zahlen für Fälle von SAM in den Gebieten, in denen Hilfsorganisationen nicht hätten eingreifen können. ‚Auf jedes Kind, das von einer Bombe oder Kugel getötet wird, kommen Dutzende, die verhungern, obwohl dies problemlos verhindert werden könnte‘, erklärte Tamer Kirolos, der bei Save the Children für den Jemen zuständig ist. ‚Kinder, die auf diesem Weg sterben, leiden fürchterlich, während ihre entscheidenden Organe allmählich einpacken und schließlich versagen.‘ Der Krieg hat die weltweit schlimmste humanitäre Krise verursacht. Dreiviertel der Menschen im Jemen sind von überlebensnotwendigen Unterstützungsleistungen abhängig und mehr als acht Millionen von ihnen laufen Gefahr zu verhungern. Es wird davon ausgegangen, dass zehntausende Menschen bei den Kämpfen umgekommen sind. Associated Press berichtete aus Teilen des Jemen, die am Rande einer Hungersnot stehen.“ (Samy Magdy: „Aid group: 85,000 children may have died of hunger in Yemen“)

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