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Heute vor 80 Jahren (5): Palästina, Hoffnung der jüdischen Zukunft

Heute vor 80 Jahren (5): Palästina, Hoffnung der jüdischen Zukunft
Chaim Weizmann bei der Grundsteinlegung für das nach ihm benannte Institut in Rehovot 1946 (National Photo Collection of Israel/Wikimedia Commons)

Die Berichte über die Lage der Juden in den von Deutschland besetzten Teilen Polens ließen aufmerksame Beobachter schon wenige Tage nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs davor warnen, dass die Juden Zentral- und Osteuropas ausgelöscht zu werden drohten. In dieser Situation berichtete die Palestine Post über eine Rede von Chaim Weizmann, in der er angesichts des Geschehens in Europa die Bedeutung Palästinas für die Zukunft der Juden hervorhob:

„Dr. Chaim Weizmann, Präsident der Zionistischen Weltorganisation, sprach heute Nachmittag bei einer speziell einberufenen Sitzung des Rates der Britischen Zionistischen Föderation über die polnische Katastrophe. Acht Millionen Juden seien jetzt vollständig vom restlichen Judentum abgeschnitten, sagte Dr. Weizmann. Es sei schwierig, sich die Bedeutung der Tragödie vorzustellen, die in der jüdischen Geschichte beispiellos sei.

Auch wenn es nicht als Trost verstanden werden könne, wollte er betonen, dass die halbe Million Juden in Palästina die wichtigste Hoffnung für die Zukunft darstellten. Im Gegensatz zur Situation im letzten Krieg, als Palästina nur ein Hoffnungsschimmer war, stellt es heute ein hell erstrahlendes Licht dar.

Dr. Weizmann schloss mit den Worten, dass er trotz der verheerenden Auswirkungen des Krieges zuversichtlich sei, dass die jüdische Sehnsucht nach Palästina weiterhin bestehen bleibe und nicht ausgelöscht werde.“ (Palestine Post, 2. Oktober 1939)

Weizmann war mit Unterbrechungen seit 1921 Präsident der Zionistischen Weltorganisation. Im Februar 1949 wurde er zum ersten Staatspräsidenten des jüdischen Staates Israel gewählt.

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