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Hebräische Lieder in spanischen Flugzeugen unerwünscht

Spanischer Polizist nimmt Reiseleiterin einer französischen Jugendgruppe fest, die hebräische Lieder sang
Spanischer Polizist nimmt Reiseleiterin einer französischen Jugendgruppe fest, die hebräische Lieder sang (Quelle: JNS)

In Spanien explodiert die Zahl der Übergriffe gegen israelische und jüdische Touristen: So wurden jüdische Teenager wegen Singens eines hebräischen Lieds aus einem Flugzeug in Valencia geworfen.

Über fünfzig jüdische Jugendliche aus Frankreich wurden am Mittwoch im spanischen Valencia aus einem Flugzeug der Fluggesellschaft Vueling entfernt, weil sie auf Hebräisch gesungen hatten und daraufhin von Mitarbeitern der Billigfluggesellschaft mit antiisraelischen Parolen beschimpft worden waren, wie Israels Minister für Diaspora-Angelegenheiten und Antisemitismusbekämpfung mitteilte. Amichai Chikli warf Veuling in einem Beitrag auf X vor, für »einen der schwerwiegendsten […] antisemitischen Vorfälle der letzten Zeit« verantwortlich zu sein.

Chikli bezog sich dabei auf ein Video, das eine junge Frau zeigt, die mit dem Gesicht nach unten auf einer Art Fluggastbrücke liegt, während ein Polizist ihr Handschellen anlegt und ein anderer den Filmer auffordert, sich zu entfernen. Der israelische Minister identifizierte die Frau als Ausbilderin des Kineret-Clubs, einem Sommercamp, das von der Wohltätigkeitsorganisation Matana für jüdische Familien betrieben wird.

Wie der israelische TV-Sender i24 News berichtete, hatte der Kineret-Club ein Sommercamp für 52 Jugendliche zwischen dreizehn und fünfzehn Jahre organisiert, das am Mittwoch in Sant Carles de la Ràpita, einem Küstenort zwischen Valencia und Barcelona, abrupt endete.

Karine Lamy, eine der Mütter, erzählte, die Kinder hätten im Flugzeug auf Hebräisch gesungen, bis das Flugpersonal ihnen befahl, das Singen einzustellen und gegebenenfalls die Polizei zu rufen. Obwohl die Kinder der Aufforderung nachkamen, wurden die Sicherheitskräfte eingeschaltet, welche die Betreuerin festnahmen. Einige Kinder befanden sich Mittwochabend noch immer am Flughafen von Valencia und warteten auf einen alternativen Flug zurück nach Frankreich, berichtete i24.

Caroline Yadan, eine französische Abgeordnete, die französische Wähler in Israel und mehreren anderen Mittelmeerländern im französischen Parlament vertritt, schrieb auf X, sollten die Behauptungen zutreffen, müsse sich die Fluggesellschaft für das »sehr schwerwiegende« Verhalten seiner Mitarbeiter »vor Gericht verantworten«.

Die spanisch-jüdische Nachrichtenseite Enfoque Judio berichtete, dass die Betreuerin der Gruppe einigen Meldungen zufolge festgenommen wurde, nachdem sie sich der Aufforderung der Polizei widersetzt hatte, den Schülern ihre Handys abzunehmen.

Fallzahlen explodieren

Dieser Vorfall ist nur einer von vielen, bei denen Israelis in Spanien schikaniert, eingeschüchtert und sogar angegriffen wurden.

Am 8. Juli zum Beispiel wurden israelische Touristen aus einem Restaurant in Vigo verwiesen, während letzte Woche drei Israelis vor ihrem Hotel in der Nähe von Barcelona verfolgt und eingeschüchtert wurden. Die Touristen konnten zwar sicher in ihr Hotel zurückkehren, so der israelische Nachrichtensender Channel 12 News, betonten aber, während ihres Aufenthalts in Spanien sogar mehrfach bedroht worden zu sein.

Anfang dieses Monats veröffentlichte die spanische Beobachtungsstelle gegen Antisemitismus – eine Einrichtung, die von der Föderation der jüdischen Gemeinden Spaniens (FCJE) mitbegründet wurde – ihren Jahresbericht für 2024, in dem sie 193 Vorfälle dokumentierte, eine Rekordzahl, die einen Anstieg von 321 Prozent gegenüber 2023 und von 567 Prozent gegenüber 2022 darstellt. Die meisten dieser dokumentierten Vorfälle betrafen israelbezogenen Antisemitismus und standen im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen.

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