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„Hat das Atomabkommen irgendetwas Gutes gebracht? Wir haben nichts gesehen.“

Irans Außenminister Javad Zarif konnte angesichts des Atomabkommens von 2015 gute Laune haben. Für den Rest der Region gab es laut einem bahrainischen Spitzendiplomaten dagegen nichts zu lachen. (© imago images/ITAR-TASS)
Irans Außenminister Javad Zarif konnte angesichts des Atomabkommens von 2015 gute Laune haben. Für den Rest der Region gab es laut einem bahrainischen Spitzendiplomaten dagegen nichts zu lachen. (© imago images/ITAR-TASS)

Ein hoher Vertreter Bahrains kritisierte bei einem Besuch in Jerusalem in deutlichen Worten das Atomabkommen mit dem Iran aus dem Jahr 2015.

Lazar Berman, The Times of Israel

Ein hochrangiger bahrainischer Diplomat, der am Sonntag Israel besuchte, kritisierte das Atomabkommen mit dem Iran aus dem Jahr 2015. Es habe Gewalt und Unruhen in der gesamten Region angeheizt und den Tod Unschuldiger verursacht.

„Was haben wir davon?“, fragte Scheich Abdullah bin Ahmad Al Chalifa, Bahrains Unterstaatssekretär für internationale Beziehungen, auf einer Pressekonferenz im King David Hotel in Jerusalem über das Abkommen. „Mehr Krisen und mehr Chaos in der Region.“

Khalifa sagte, Bahrain habe gehofft, dass das Abkommen, das offiziell als „Joint Comprehensive Plan of Action“ (JCPOA) bezeichnet wird, „eine neue Seite für den Iran und die Region aufschlagen würde. Doch im Gegenteil, es hat die Krisen im gesamten Nahen Osten verschärft. Es hat die Zahl der Flüchtlinge erhöht, die nach Europa geflohen sind. Es hat in vielen verschiedenen Regionen des Nahen Ostens zu mehr Extremismus und Hass geführt.“ (…)

„Aus bahrainischer Sicht und aufgrund der Erfahrungen meines Landes mit dem Iran sehen wir eine ständige Einmischung in unsere inneren Angelegenheiten“, fuhr er fort. „Unterstützung von Extremismus und Terrorismus, ständiger Schmuggel von Waffen und Sprengstoff sowie Drogen und Rauschgift“. Khalifa fügte hinzu, dass das Atomabkommen „den Tod von Dutzenden von Sicherheitskräften und unschuldigen Zivilisten und Tausende von verletzten Sicherheitskräften“ verursacht habe.

„Was haben wir also mit dem JCPOA erreicht?“, fragte er. „Gab es irgendetwas Gutes, das dabei herauskam? Das denke ich nicht. Wir haben davon zumindest nichts gesehen.“ (…)

Khalifa berichtete, dass der bahrainische König Hamad bin Isa Al Chalifa am Tag der Unterzeichnung des JCPOA ein Glückwunschschreiben an Rohani geschickt habe. Zwei Tage später hätten bahrainische Sicherheitskräfte eine illegale Waffenlieferung aus dem Iran abgefangen, die für Bahrain bestimmt war.

„Wenn man sich die Krisen im Nahen Osten anschaut, wird man einen roten Faden finden, der sich durch all hindurchzieht“, sagte er. „Es ist die Hand des Iran. Wir wollen einen stabilen Iran, einen sicheren Iran, einen wohlhabenden Iran, einen verantwortungsvollen Iran, ein verantwortungsvolles Mitglied der internationalen Gemeinschaft“, sagte Khalifa. »Bis jetzt ist das nicht der Fall.“

(Aus dem Artikel „In Israel, top Bahrain diplomat says Iran nuke deal fueled violence, chaos“, der bei der Times of Israel erschienen ist. Übersetzung von Florian Markl.)

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