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Hamas-Überfall auf Israel: Warnung von IDF-Einheit wurde ignoriert

IDF-Warnungen ignoriert: Grenzdurchbruch zwischen Gaza und Israel am 7. Oktober 2023
IDF-Warnungen ignoriert: Grenzdurchbruch zwischen Gaza und Israel am 7. Oktober 2023 (Quelle: JNS)

Wäre das IDF-Protokoll befolgt worden, hätte der gesamte Sektor an der Grenze zum Gazastreifen in höchste Alarmbereitschaft versetzt werden müssen.

Die Einheit 8200 der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) gab einen Tag vor dem von der Hamas angeführten Terrorangriff auf Israel vom 7. Oktober 2023 eine Warnung heraus, die laut Protokoll den gesamten Grenzbereich zum Gazastreifen in höchste Alarmbereitschaft hätte versetzen müssen, berichteten israelische Medien am Montag. Doch die viel gepriesene Geheimdienstabteilung, die in der Basis des Home Front Command im südlichen Distrikt etwa fünfzehn Kilometer von der Grenze entfernt stationiert ist, verschickte die Warnung per Mail, anstatt einen Anruf zu tätigen, wie Israels Channel 12 News berichtete.

Der Bericht präzisierte zwar die Warnung nicht, merkte jedoch an, dass es um die Aktivierung einer Komponente im Zusammenhang mit einer »bestimmten, hochbedeutenden Art von Waffen im nördlichen Gazastreifen« ging. Die Einheit 8200 hatte außerdem bemerkt, dass die Hamas Lagerhäuser leerte und Aktivisten in der Gegend im Rahmen operativer Aktivitäten unterwegs waren – eine Entwicklung, die laut Channel 12 auf die Möglichkeit eines Überraschungsangriffs hindeutete.

Eine ähnliche Warnung, die anderthalb Monate vor dem Angriff der Hamas herausgegeben wurde, stieß nicht auf taube Ohren und führte dazu, dass der gesamte Sektor in höchste Alarmbereitschaft versetzt wurde, so der Bericht weiter. Im Gegensatz dazu wurde das am 6. Oktober 2023 versandte Mail offenbar von niemandem geöffnet.

Verhinderbar?

Am Freitagabend vor dem Hamas-Angriff wurden noch weitere Anzeichen entdeckt, aber die Lagebeurteilungen der örtlichen Division, des Südkommandos und des Stabschefs berücksichtigten die Mail-Warnung laut Channel 12 nicht. Der Bericht fügte hinzu, laut hochrangigen IDF-Offizieren hätte der Angriff nicht stattgefunden, wäre der Sektor in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden.

Darüber hinaus wurden in Geheimdienstberichten, die zu Beginn der Woche vor dem Terrorüberfall zusammengestellt worden waren, einige Waffenaktivitäten der Hamas festgestellt, aber der Geheimdienstoffizier der Gaza-Division stufte diese laut Channel 12 als »Bestandsaufnahme und Vorbereitung für ein Propagandavideo der Hamas« ein. Dieser Offizier wurde inzwischen seines Amtes enthoben.

Die Pressestelle der IDF reagierte auf den TV-Bericht mit der Erklärung, das Militär hätte »eine umfassende Reihe von eingehenden Untersuchungen zu den Ereignissen am Morgen des 7. Oktober und in der Nacht zuvor durchgeführt und vorgelegt. Die IDF haben die Ergebnisse den Familien, den Opfern, den zuständigen Entscheidungsträgern, den Medien und der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Untersuchungen umfassten Lehren und Erkenntnisse, und die IDF im Allgemeinen wie die Einheit 8200 im Besonderen arbeiten daran, diese umzusetzen

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