Die islamistische Gruppe diskutierte mit türkischen Vermittlern über humanitäre Hilfsmaßnahmen und eine künftige Regierungsführung im Gazastreifen.
Eine Hamas-Delegation unter der Leitung des hochrangigen Vertreters Khalil al-Hayya traf sich in Istanbul mit dem Direktor der türkischen Nationalen Geheimdienstorganisation MİT, İbrahim Kalın, teilte die palästinensische Terrororganisation am Donnerstag mit. Der Erklärung zufolge diskutierten beide Seiten über die Umsetzung des Waffenstillstands im Gazastreifen, die Wiederöffnung der Grenzübergänge und humanitäre Hilfsmaßnahmen.
Die islamistische Gruppe bekräftigte ihr Bekenntnis zu dem von den USA vermittelten Waffenstillstand und sprach über die nächsten Schritte für den Wiederaufbau des Gazastreifens, darunter die Abwasser-, Straßen- und Strominfrastruktur. Die Gespräche befassten sich auch mit der möglichen Übergabe der Verwaltung der Küstenenklave an ein unabhängiges palästinensisches Komitee und den anhaltenden Herausforderungen, die laut der Terrororganisation durch Verstöße Israels gegen den Waffenstillstand entstehen.
Vergangene Woche trafen sich dieselben Hamas-Vertreter mit dem türkischen Außenminister Hakan Fidan in Istanbul, um die Details des Waffenstillstandsabkommens voranzubringen.
Türkische Rolle abgelehnt
Israel hat die Hamas seit Inkrafttreten der ersten Phase des Abkommens im Oktober mehrfacher Verstöße gegen den Waffenstillstand beschuldigt, darunter Terroristen, welche die Gelbe Linie überquerten, um in den von den Israelischen Verteidigungsstreitkräften (IDF) kontrollierten Teil des Gazastreifens einzudringen und Truppen anzugreifen. Einen weiteren Bruch der Vereinbarungen stelle die Verzögerung der Rückgabe der Überreste der von der Hamas ermordeten Geiseln dar.
Jerusalem lehnt jede Beteiligung der Türkei oder Katars am Wiederaufbau des Gazastreifens ab und verweist dabei auf die Unterstützung der Hamas seitens beider Länder und ihre Feindseligkeit gegenüber Israel. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat seit dem von der Hamas angeführten Massaker am 7. Oktober 2023 und während des gesamten Gaza-Kriegs wiederholt in hetzerischer Rhetorik Israel angegriffen und eine Reihe von antiisraelischen Maßnahmen verhängt, darunter ein Handelsboykott.






