Mena-Watch-Korrespondent Ben Segenreich sprach heute im Puls-24-Interview darüber, wie sehr die Hamas selbst noch die Geiselübergabe als martialische Machtdemonstration inszeniert.
Mena-Watch-Korrespondent Ben Segenreich – ehemaliger ORF-Korrespondent in Israel und Nahost-Experte – war heute Morgen bei Puls 24 News zu Gast. Im Interview mit Anchorman René Ach sprach Segenreich darüber, dass die zwischen Israel und der Hamas vereinbarte Waffenruhe hält und gestern auch bereits die ersten drei der Hamas-Geiseln vom 7. Oktober freigelassen wurden.
Zugleich sei der Waffenstillstandsdeal aus der Sicht vieler Israelis – bei aller Erleichterung – zugleich auch sehr schmerzhaft, da sie das Gefühl haben, in vielem nachgegeben zu haben, während als Gegenleistung »nur« die Geiseln freikommen. Die Erpressung der Hamas habe letztlich also funktioniert, meinte Segenreich, der darauf verwies, dass in den nächsten sechs Wochen schrittweise bloß ein Drittel der israelischen Geiseln freigelassen werden soll, womit die grausame psychologische Kriegsführung weitergeht. Zugleich inszeniert sich die Hamas als Siegerin des Konflikts und nützt sogar noch die Geiselübergabe für eine martialische Propaganda-Show.






