Die Hamas nutzt Israels Konzentration auf die Hisbollah und die der USA auf den Iran aus, um Zeit zu gewinnen und die Entwaffnungspläne zu hintertreiben.
Die Hamas nutzt die durch die Sicherheitslage im Südlibanon und im Iran entstandene Instabilität, um Fortschritte bei ihrer Entwaffnung zu verhindern und politische Macht im Gazastreifen zu gewinnen, warnte eine Quelle aus Sicherheitskreisen am Mittwoch. Der Quelle zufolge nutzt die Hamas die Tatsache, dass sich Israel auf die Hisbollah und die USA auf den Iran konzentrieren, um Zeit zu gewinnen und Fortschritte auf der politischen Ebene zu verhindern.
Die Hauptstrategie der Hamas-Führung scheint darin zu bestehen, Steuern einzutreiben, Aktivisten zu rekrutieren und die Kontrolle über Waren zu übernehmen, die in den Gazastreifen gelangen.
Eine der Quellen fügte hinzu, dass die Hamas den Anschein erwecken wolle, die Macht abzugeben. Aber in der Praxis werde sie, selbst wenn sie dazu gezwungen werde, darauf abzielen, die neuen Herrscher des Gazastreifens aus dem Hintergrund zu kontrollieren. Dies spiegele die Strategie der Hisbollah während der Ära von Hassan Nasrallah wider, als sie zwar nicht die direkte Kontrolle über den Libanon innehatte, aber über die politische und militärische Macht verfügte, um ohne Konsequenzen seitens der Regierung zu agieren.
Hamas lehnt Friedensplan ab
Die Hamas lehnte den Entwaffnungsplan des Friedensrats ab und forderte das Gremium auf, Änderungen daran vorzunehmen, teilte eine Quelle der Jerusalem Post am Mittwoch mit. Der Hohe Vertreter des Friedensrates, Nickolay Mladenov, und drei weitere Vermittler seien bei dem Treffen anwesend gewesen, fügte die Quelle hinzu.
Der Plan soll voraussichtlich zwischen sechs und acht Monaten in Anspruch nehmen, und diese Zeitspanne dient der Hamasstrategie, Zeit zu gewinnen, da in diesem Zeitraum die Parlamentswahl in Israel und die Zwischenwahl in den USA stattfinden werden, was die Aufmerksamkeit weiter vom Gazastreifen ablenken wird.
Unterdessen verließen laut der Nachrichtenagentur Walla die meisten hochrangigen Hamas-Vertreter Katar in Richtung Türkei und andere Länder, nachdem sie Signale erhalten hatten, dass es ratsam sei, den Golfstaat zu verlassen. Zuvor hatten die katarischen Sicherheitskräfte ihre Maßnahmen zur Verhinderung gezielter Eliminierungen verschärft, und die Hamas verstand die Andeutung als Warnung vor möglichen Aktionen durch die israelischen Geheimdienste.






