Hamas-Politiker fordert noch mehr Terror gegen Israel

Imad Al-‚Afana

„In einem am 21. Januar 2018 im Hamas-Organ Al-Risala veröffentlichten Artikel hat der ehemalige Generalsekretär der Hamas-Fraktion im Gesetzgebenden Rat der Palästinenser (PLC) die Bewegung dazu aufgefordert, in ihrem Kampf gegen Israel ihr Operationsfeld auszuweiten und zusätzliche Ziele ins Auge zu fassen. Die Abschreckungsbalance, die lange zwischen Israel und der Hamas bestanden habe, sei zusammengebrochen, weil die Hamas aufgehört habe, auf israelische Angriffe – wie die Sprengung von Tunneln und Einrichtungen der Hamas und die versuchte Tötung ihrer Agenten – gewaltsam genug zu reagieren. Um die Abschreckungsbalance wiederherzustellen, müsse die Hamas ihre zu berechenbar gewordene Praxis ändern und auf israelische Angriffe mit unerwarteten Maßnahmen reagieren, so beispielsweise mit Angriffen auf israelische Ziele im Ausland und indem sie ‚den Konflikt ins Feindesland trägt, ins Herz seiner Stützpunkte, Siedlungen und Flughäfen, nicht nur an der Grenze zum Gazastreifen, sondern auch im zionistischen Hinterland.’ (…)

‚Die Aufnahme von [Widerstands-]Aktivitäten im Westjordanland scheint wegen der für »heilig« erklärten Sicherheitszusammenarbeit zwischen den Abbas unterstehenden Behörden und Israel auf Schwierigkeiten gestoßen zu sein. So sind der Widerstand und all seine Zweige gezwungen, Kollaborateure in den Apparaten der Palästinensischen Autonomiebehörde [zu rekrutieren] und mit ihnen zusammenzuarbeiten. … Der Widerstand muss sich die öffentliche Stimmung zunutze machen, die ihm und der Forderung nach palästinensischen Rechten wohlwollend gegenübersteht, … um neue Wege einzuschlagen, die über die gewaltfreien Demonstrationen und die [Werbung um] Sympathie im Internet hinausgehen.

Wir müssen eine machtvolle Botschaft vermitteln, die den Bestrebungen verschiedener Elemente in der Region, auf eine Normalisierung und Anerkennung Israels hinzuwirken, etwas entgegensetzen kann. Wir müssen dem verletzlichen Unterbauch des Feindes schmerzhafte Schläge zufügen und seine Interessen, seine Investitionen, seine Diaspora und seine Vertreter weltweit angreifen. (…)

Der Feind ist davon überzeugt, er könne den belagerten, ausgehungerten und erschöpften Gazastreifen in einem kurzen Krieg, den er bald zu führen droht, besiegen. Der Widerstand muss [diese Überzeugung] mit einer prompten Operation untergraben, … die den Konflikt ins Feindesland trägt, ins Herz seiner Stützpunkte, Siedlungen und Flughäfen, nicht nur an der Grenze zum Gazastreifen, sondern im zionistischen Hinterland. Dazu muss der Widerstand gegebenenfalls Mittel einsetzen, deren Einsatz wir [bislang] verschoben haben und die den Feind von innen heraus lahmlegen können.’”

(Bericht auf MEMRI: „Article In Hamas Mouthpiece Calls To Expand Arena Of Fighting With Israel To Include Its Interests Abroad“)

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