Laut Hamas-Führer Khaled Mashal habe der Terror-Überfall auf Israel das Land auf den Nullpunkt zurückgeworfen.
Der in Katar lebende Hamas-Führer Khaled Mashal behauptete am Montag, dass die Invasion der im Gazastreifen ansässigen Terrorgruppe und ihr Massaker im Süden Israels vor einem Jahr einen bedeutenden Rückschlag für den jüdischen Staat dargestellte habe. »Die Al-Aqsa Flut«, sagte Mashal unter Bezugnahme auf die Bezeichnung der Terrorgruppe für ihre Massenmordaktion, »hat die Besatzung auf den Nullpunkt zurückgeworfen und ihre Existenz bedroht«.
Das Gespräch Mashals mit dem staatlichen saudischen Fernsehsender Al Arabiya fand statt, während Israel den ersten Jahrestag des Massakers beging, bei dem von der Hamas angeführte Terroristen im Nordwesten der Negev-Wüste wüteten, etwa 1.200 Menschen ermordeten, Tausende weitere verletzten und 251 nach Gaza entführten, während sie unvorstellbare Gräueltaten verübten.
Aktuell werden im Gazastreifen immer noch 101 Israelis gefangen gehalten, darunter 97 am 7. Oktober 2023 und vier zu einem früheren Zeitpunkt Verschleppte. Die Israelische Verteidigungsstreitkräfte (IDF) haben bestätigt, dass 34 der 97 Geiseln vom 7. Oktober nicht mehr am Leben sind.
Antisemitische Verschwörungstheorien
Mashal behauptete auch, der Angriff vom 7. Oktober sei »eine natürliche Reaktion auf die Besatzung und ihre beschleunigten Pläne für ihre Siedlungsaktivität, Belagerung und Aggression gegen Al-Aqsa«, wobei sich der Hamas-Führers auf die Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg in der Altstadt von Jerusalem bezog.
Er warf Israel vor, seine Nachbarn Jordanien und Ägypten trotz langjähriger Friedensabkommen zu bedrohen, weil »der Feind will, dass jeder in der Region ihm unterworfen ist, und er tut dies sogar mit Ländern, die nicht gegen ihn kämpfen«. Der jüdische Staat, so fügte er hinzu, »greift die nationale Sicherheit der Araber und Muslime überall an«.
Auch der iranische Oberste Führer Ali Khamenei griff nach seiner Freitagspredigt von vergangener Woche Israel am Montag erneut an. So schreib er am Jahrestag des 7. Oktobers auf Hebräisch: »Die Operation ›Al-Aqsa-Flut‹ hat das zionistische Regime um siebzig Jahre zurückgeworfen.«
Die Hisbollah schwor am Montag, den Kampf gegen die von ihm als israelische »Aggression« bezeichnete Aktion fortzusetzen. Teherans Stellvertreterorganisation im Libanon, die seit der Tötung von Hassan Nasrallah durch Israel am 24. September ohne Anführer ist, räumte ein, dass sie und die Libanesen einen »hohen Preis« gezahlt haben, seit sie am 8. Oktober mit Angriffen auf Israel begonnen hatten, um die Hamas durch die Eröffnung einer neuen Front zu unterstützen.
Die Terrorgruppe erklärte jedoch, zuversichtlich zu sein, »dass unser Widerstand in der Lage ist, sich der israelischen Aggression zu widersetzen«. In ihrer Erklärung bezeichnete die Hisbollah Israel als »Krebsgeschwür, das beseitigt werden muss, egal, wie lange es dauert«.




