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Hallenser Attentäter wollte der „zionistisch besetzten Regierung“ den Kopf abschlagen

Der Hallenser Attentäter Stephan Balliet (Twitter Rita Katz)

Das Video des Hallenser Attentäters erinnert an das Massaker im neuseeländischen Christchurch am 15. März. In seinem geschriebenen Traktat wird allerdings noch deutlicher, wie sehr der Antisemitismus die treibende Kraft hinter dem Angriff war.

„Stärker noch als in seinem Live-Video kommt in seinem mit ‚The plan‘ umschriebenen Traktat ein antisemitischer Vernichtungswahn zum Ausdruck: Balliet denkt zunächst über den besten Weg eines Massakers in einer Synagoge nach, schwadroniert dann davon, dass er eigentlich eine Moschee oder ein Antifa-Zentrum hätte angreifen können, doch mache es keinen Unterschied, ob man ‚100 Golems‘ töte, da hinter diesen sowieso die Juden ständen.

Man müsse der ‚ZOG-Schlange‘ den Kopf abschlagen, fordert der Neonazi – mit dem Begriff ‚ZOG‘ umschreiben Antisemiten ihre Wahnvorstellung einer ‚zionistisch besetzten Regierung.‘ Wenn er scheitere und sterbe, dabei aber nur einen einzigen Juden töte, so Balliet weiter, dann wäre es das wert gewesen, der ‚Plan‘ schließt mit dem Aufruf zum Massenmord an Juden.

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In diesem Vernichtungswahn kommt das pathologische Element des Antisemitismus am deutlichsten zum Ausdruck: Um die physische Vernichtung der Juden zu erreichen, auf die der Antisemit alles Übel der Welt projiziert, wird der eigene Tod fest mit ins Auge gefasst. Die Ermordung zweier Passanten wird so zur Ersatzhandlung für das eigentlich geplante Massaker an Juden, den eigenen Tod hatte Balliet bis zum Schluss einkalkuliert, was seine beiläufige Bemerkung ‚Jetzt sterbe ich‘ vor dem Schusswechsel mit der Polizei verdeutlicht.“ (Björn Stritzel / Robert Becker, Bild: „Was uns das Video über den Killer-Nazi sagt“)

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