Haben iranische Spione Juden und Oppositionelle in USA ausgekundschaftet?

Einer der ausgespäten Orte: Ein jüdisches Studierendenzentrum in Chicago. Quelle: Wikimedia Commons.

„Ein iranisch-stämmiger Amerikaner wurde vor Kurzem in Chicago verhaftet, weil er israelische und jüdische Einrichtungen in der Gegend ausspioniert und Informationen über Amerikaner gesammelt haben soll, die Verbindungen zu einer politischen Gruppierung unterhalten, die sich für den Sturz des iranischen Regimes einsetzt.

In einer zuvor geheim gehaltenen Anklageschrift der Bundesbehörden, die am Montag der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, wird der 38jährige Ahmadreza Mohammadi-Doostdar der Verschwörung beschuldigt. Er sei als nicht registrierter ausländischer Agent tätig gewesen und habe dem Iran Dienste geleistet, die gegen US-Sanktionen verstoßen. Majid Ghorbani, ein in Kalifornien ansässiger 59jähriger Iraner, wurde ebenfalls angeklagt. (…)

Der Anklageschrift zufolge reiste Doostdar im Juli letzten Jahres nach Chicago und spähte das dortige Zentrum für jüdische Studierende an der University of Chicago in Hyde Park, Rohr Chabad, aus. Er soll die Sicherheitsvorrichtungen im Umfeld der Einrichtung fotografiert haben. (…)

Ghorbani soll im September 2017 eine von den Volksmudschahedin organisierte Kundgebung in New York beobachtet haben. Die Organisation setzt sich für den Sturz des gegenwärtigen Regimes im Iran ein.

Im Dezember soll Doostdar sich mit Ghorbani getroffen und ihm als Gegenleistung für 28 Fotos von der Kundgebung, auf denen einzelne Teilnehmer klar zu erkennen seien, 2.000 Dollar gezahlt haben.

Die Fotos und eine Quittung über 2.000 Dollar seien dann bei einer Durchsuchung von Doostdars Gepäck gefunden worden, als er noch im Dezember von den USA aus in den Iran reiste.“ (Ton Schuba: „Iranian spies targeted political foes, Jewish group in Hyde Park, feds charge“)

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