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„Arabische Allianz“: Gipfeltreffen von Jordanien, Ägypten und Irak in Bagdad

Jordaniens König Abdullah II. (li.), Iraks Premierminister Mustafa al-Kadhimi (mi) und Ägyptens Prasident Abdel Fattah el-Sisi (re.) im Regierungspalast in Bagdad
Jordaniens König Abdullah II. (li.), Iraks Premierminister al-Kadhimi (mi) und Ägyptens Prasident al-Sisi (re.) in Bagdad (Quelle: JNS)

Die Staats- und Regierungschefs der „Arabischen Allianz“ diskutierten über die Notwendigkeit der Intensivierung ihrer Kooperation bei regionalen Themen.

Die Staats- und Regierungschefs von Ägypten, Jordanien und Irak trafen sich am Sonntag in Bagdad, um eine Reihe regionaler Themen zu besprechen, vom israelisch-palästinensischen Konflikt bis hin zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den drei Staaten.

Das Gipfeltreffen war das vierte in einer Reihe von Treffen, die dem Ausbau der trilateralen Zusammenarbeit gewidmet sind und im März 2019 in Kairo begonnen hatten. Zuletzt trafen sich die drei Staatsoberhäupter im vergangenen Jahr in der jordanischen Hauptstadt Amman.

Der Gipfel am Sonntag markierte den ersten Besuch eines ägyptischen Präsidenten im Irak, seit die Beziehungen zwischen den beiden Ländern nach Saddam Husseins Invasion in Kuwait 1990 abgebrochen waren.

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„Die Staats- und Regierungsführer betonten die Notwendigkeit, die Konsultationen und die Koordination zwischen den drei Ländern bei wichitigen regionalen Fragen zu intensivieren“, sagte die ägyptische Präsidentschaft laut Reuters in einer Erklärung.

Im Februar unterzeichneten Ägypten und der Irak 15 Abkommen und Absichtserklärungen in verschiedenen Sektoren, darunter Bau, Handel und Erdöl, nachdem der Irak im Dezember die Erneuerung eines Vertrages zur Versorgung Ägyptens mit zwölf Millionen Barrel leichtem Rohöl bis 2021 genehmigt hatte. Der Irak plant den Bau einer Pipeline von Basra zum jordanischen Hafen Aqaba am Roten Meer, über die er eine Million Barrel Rohöl pro Tag exportieren will, so der Bericht.

Eindämmung des Iran

Hafsa Halawa von der in Washington ansässigen Denkfabrik Middle East Institute sagte gegenüber Reuters, dass die „Arabische Allianz“ das Potenzial für einen echten wirtschaftlichen Nutzen für alle drei Parteien berge, insbesondere im Bereich der Energiediplomatie.

Nach dem Treffen am Sonntag sagte der jordanische Außenminister Ayman Safadi laut Associated Press, dass „der Irak vor regionalen Interventionen geschützt werden muss“, eine offensichtliche Anspielung auf den Iran. Der Iran ist stark im Irak involviert und betreibt dort schiitische Milizen als Stellvertreter, die unter dem Namen Popular Mobilization Forces (PMF) bekannt sind.

Am Tag des Gipfels gaben die Vereinigten Staaten bekannt, dass sie – als Vergeltung für Drohnenangriffe auf US-Streitkräfte im Irak – vom Iran unterstützte Kräfte im Irak und in Syrien angegriffen haben.

Laut Halawa „bleibt die Hoffnung, dass bestimmte Aspekte der trilateralen Arabischen Allianz den Irak ein wenig aus dem Einflussbereich des Irans herausholen können“. Zugleich warnte sie den Irak davor, sich „in die Arme der USA zurückzustürzen“ und so zwischen Washington und Teheran festzustecken.

Das US-Außenministerium begrüßte das trilaterale Gipfeltreffen, das dazu beitrage, „die wirtschaftlichen Beziehungen und die Sicherheitskooperation zwischen Ägypten, dem Irak und Jordanien zu stärken.“ Die Vereinigten Staaten drängen seit langem auf eine Verbesserung der Beziehungen zwischen dem Irak und anderen arabischen Staaten, um dem iranischen Einfluss in der Region entgegenzuwirken.

(Der ArtikelLeaders of Jordan, Egypt, Iraq hold summit in Baghdad“ ist zuerst beim Jewish News Syndicate erschienen. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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