Generalstreik in Iranisch-Kurdistan

Von Hiwa Bahrami

Nachdem am 8. September 2018 drei kurdische politische Gefangene im Iran hingerichtet worden sind und einige Stunden danach die iranischen Revolutionsgarden die Stellungen und Camps der Demokratischen Partei Kurdistan Iran (PDKI) mit Marschflugkörpern beschossen – was zum zum Tod von sechzehn Personen und über fünfzig Verletzten führte – mobilisierte die Plattform für Zusammenarbeit der iranisch-kurdischen Parteien zu einem Generalstreik für den 12. September.

Die Teilnahme an diesem Generalstreik war besser, als erwartet. Menschen in allen Städten Iranisch-Kurdistans folgtem dem Aufruf. Aufgrund der massenhaften Beteiligung kann man durchaus von einem historischen Tag sprechen. Die klare Botschaft des Generalstreik das Regime in Teheran, lautet:e

Nein zum Mullah-Regime, Ja zu Demokratie, Menschenrechte, Säkularismus und Selbstbestimmungsrecht der nationalen  Minderheiten im Iran.

Für mich glich dieser Streik sogar einem Referendum, in dem die kurdische Bevölkerung im Iran dem islamischen Regime in Teheran eine Absage erteilte. Es gab eine weitere Botschaft auch an die kurdischen Parteien. Sie lautete: Wir werden euch und euren gerechten Kampf und die Aktivitäten der Peschemrga-Einheiten im Iran unterstützen, dafür fordern wir Einigkeit und Zusammenhalt von allen Parteien. Ich denke, beide Botschaften, sowohl an Teheran als auch an die kurdischen Parteien sind angekommen. Gestern ist dem Regime in Teheran klar geworden, dass es in Kurdistan längst abgewählt worden ist.

Atikel zuerst erschienen auf JungleBlog.

 

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