General: Nächster Krieg wird auch Tel Aviv in Mitleidenschaft ziehen

„Der Chef des Heimatschutzkommandos der Israelischen Verteidigungskräfte erklärte am Mittwoch, während des nächsten Kriegs würden die Bewohner Tel Avivs sich nicht wieder wie gewohnt in den Cafés der Stadt vergnügen können. ‚Das liegt nun in der Vergangenheit‘, warnte er. ‚Im nächsten Krieg, ob im Gazastreifen oder an der nördlichen Front, werden die Bewohner Tel Avivs nicht ins Café gehen können‘, erläuterte Generalmajor Tamir Yadai auf einer Konferenz mit den Chefs der Kommunalbehörden. ‚Im Jahr 2019 wird Israel es zusätzlich mit komplexeren Herausforderungen zu tun bekommen, als jenen, an die wir uns bereits gewöhnt haben. Die geostrategische Lage hat sich verändert und konfrontiert uns mit neuen Herausforderungen und Gefahren‘, so Yadai. ‚Es steht außer Frage, dass die israelische Heimatfront im nächsten Krieg eine große Herausforderung darstellen wird, insbesondere mit Blick auf die Aufrechterhaltung grundlegender Dienste für die Zivilbevölkerung und die Widerstandsfähigkeit der israelischen Gesellschaft.‘ Der nächste Krieg werde von einer Intensität sein, mit der Israel bislang nicht vertraut sei.

Es ist bekannt, dass die Hisbollah ihr Arsenal seit dem letzten Krieg im Jahr 2006 wieder aufgestockt hat und über mindestens 100.000 Kurzstreckenraketen sowie mehrere tausend Raketen verfügt, die das israelische Kernland einschließlich Tel Avivs erreichen könnten. Zugleich wird davon ausgegangen, dass die Hamas über mehr als 10.000 Raketen und Mörsergranaten verfügt. Hinzu kommen schätzungsweise 8000 Geschosse des Palästinensischen Islamischen Dschihad. Während die Hisbollah Tel Aviv bislang noch nie beschossen hat, haben Raketen der Hamas und des Palästinensischen Islamischen Dschihad es auch in der Vergangenheit schon bis in die kommerzielle Hauptstadt Israels geschafft.

Yadai zufolge werde Israel außerdem mit der Evakuierung tausender Bewohner von den Fronten zurechtkommen müssen. ‚Der Nahe Osten sieht jetzt anders aus. Es ist möglich, dass militärische Operationen sowohl an der nördlichen als auch der südlichen Front eingeleitet werden, da uns bekannt ist, dass Koordinierungsversuche stattfinden‘, erklärte er. Außerdem müsse mit Versuchen, Israel zu infiltrieren, und den in jüngster Zeit erworbenen Fähigkeiten der Gegner im Bereich der Cyberkriegführung gerechnet werden. Israel habe seit der Staatsgründung niemals Zwangsevakuierungen vorgenommen, doch würden die Israelischen Verteidigungskräfte diese nun angesichts der Bedrohung durch den wahrscheinlichen Raketenbeschusses und durchaus mögliche Bodenoperationen der Radwan-Einheit der Hisbollah gegen israelische Zivilisten an der Grenze ernsthaft in Betracht ziehen.“ (Anna Ahronheim: „Missile onslaught in next war will not allow Tel Aviv cafes to stay open, IDF general warns“)

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