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Gaza-Geiseln wurden fast jeden Tag geschlagen und misshandelt 

Andrey Kozlov, Almog Meir Jan und Shlomi Ziv: Drei der vier aus Gaza befreiten Geiseln kommen im Sheba Medical Center im israelischen Ramat Gan an
Andrey Kozlov, Almog Meir Jan und Shlomi Ziv: Drei der vier aus Gaza befreiten Geiseln kommen im Sheba Medical Center im israelischen Ramat Gan an (Quelle: JNS)

Was die Entführten während ihrer Gefangenschaft in Gaza erleiden mussten, sei jenseits der menschlichen Vorstellungskraft, so der Arzt, der die vier am Samstag geretteten Israelis behandelte.

Wie der für die Behandlung der am Samstag aus dem Gazastreifen geretteten Geiseln zuständige Mediziner gegenüber CNN schilderte, wurden die Entführten regelmäßig geschlagen. »Es war eine harte, sehr harte Erfahrung, mit vielen Misshandlungen, fast jeden Tag«, so Itai Pessach vom Sheba Medical Center. »Jede Stunde, sowohl physisch als auch psychisch, jeweils auf andere Weise, das liegt jenseits aller Vorstellungskraft.«

Die acht Monate dauernde Gefangenschaft hinterließ »deutliche Spuren in ihrer Gesundheit«, obwohl sie äußerlich scheinbar in guter Verfassung waren, doch »sie erhielten keine Proteine, sodass ihre Muskeln extrem geschwächt und auch einige andere Systeme geschädigt wurden«.

Massive Auswirkungen

Nach den Erzählungen der Entführten sei die Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser unterschiedlich gewesen, da sie immer wieder verlegt und von verschiedenen Bewachern beaufsichtigt wurden. »Es gab Zeiten, in denen sie fast gar keine Nahrung bekamen, dann gab es Phasen, in denen die Versorgung etwas besser war«, erläuterte Pessach. 

»Alles in allem aber«, resümierte er, »hatte die Kombination aus psychischem Stress, Unter- bzw. Mangelernährung sowie medizinische Vernachlässigung, räumliche Enge und das Fehlen von Sonnenlicht erhebliche Auswirkungen auf ihre Gesundheit«.

Befragt nach der psychischen Belastung einer acht Monate dauernden Gefangenschaft sagte Pessach: »Mit der Zeit nimmt die Hoffnung auf eine Freilassung ab und man beginnt sich zu fragen, ob das jemals enden wird. Diesen Glauben zu verlieren ist, glaube ich, der Punkt, an dem man an seine Grenzen kommt.«

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