Gaza-Ausschreitungen: Die New York Times und ein absurder Vorschlag

„In einem Leitartikel der New York Times wird empfohlen, Israel solle statt scharfer Munition Wasserwerfer gegen die Ausschreitungen der Hamas im Gazastreifen einsetzen. In dem Leitartikel mit der Überschrift ‚Die gewaltsame Reaktion Israels auf gewaltfreie Proteste’ heißt es unter anderem: ‚Israel hat das Recht, seine Grenze zu verteidigen, doch in der Konfrontation mit unbewaffneten Zivilisten könnte es dies auch mit nichttödlichen Mitteln tun, die im Allgemeinen bei der Durchsetzung des Rechts eingesetzt werden, so etwa mit leistungsstarken Feuerwehrschläuchen.’ An dem Leitartikel der Times stimmt so vieles nicht, dass man gar nicht weiß, wo man beginnen soll, doch bieten die ‚leistungsstarken Feuerwehrschläuche’ einen guten Punkt, um anzusetzen. (…)

Wären die Demonstranten so friedlich und gewaltfrei, wie die Times es behauptet, hätten sie es kaum verdient, mit leistungsstarken Feuerwehrschläuchen angegriffen zu werden. All die Argumente, mit anderen Worten, die die Times gegen den Einsatz von scharfer Munition anführt – ‚Die Opfer stellen keine Gefahr für die israelischen Truppen dar’, ‚die Menschen haben ein Recht darauf, friedlich zu demonstrieren’ – sprächen ebenso gegen den Einsatz von leistungsstarken Feuerwehrschläuchen, um die Demonstranten auseinander zutreiben. Wenn Menschen ‚ein Recht darauf haben, friedlich zu demonstrieren’, haben sie auch das Recht zu demonstrieren, ohne von leistungsstarken Feuerwehrschläuchen durchnässt zu werden. Wenn Israel sich aber einem tötungsbereiten terroristischen Feind gegenübersieht, der entschlossen ist, den jüdischen Staat und seine Bewohner zu vernichten, bieten Feuerwehrschläuche, egal wie leistungsstark sie sind, keinen ausreichenden Schutz. (…)

Der Vorschlag mit den ‚leistungsstarken Feuerwehrschläuchen’ stellt dabei keineswegs den einzigen absurden Gedanken in dem Leitartikel der Times dar. Unter anderem wird darin behauptet, ‚seit die Proteste begannen, haben die israelischen Streitkräfte mindestens 29 Palästinenser getötet und mehr als 1000 verwundet. An dem Tag, an dem Murtaja starb, wurden acht andere Palästinenser getötet und unter den Verletzten befanden sich fünf weitere Journalisten. Auf israelischer Seite hat es keine Verletzten oder Toten gegeben.’ Damit wird ein arg willkürlicher Anfangspunkt für die ‚Proteste’ gesetzt. Araber haben, beginnend spätestens mit den Massakern in Hebron und Safed im Jahr 1929, immer wieder gewaltsame Aufstände und Kriege gegen die Juden in Israel geführt. Dabei wurden zehntausende Israelis getötet oder verwundet. Würde es der Times besser gefallen, wenn bei den jüngsten Ausschreitungen weitere Juden getötet oder verletzt worden wären?“ (Ira Stoll: „New York Times Editorial Suggests Israel Use Fire Hoses on Palestinian Protesters“)

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