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Friedensrat fordert Entwaffnung der Hamas bis Ende der Woche

Hamas-Terroristen stehen Wache in Gaza
Hamas-Terroristen stehen Wache in Gaza (Quelle: JNS)

Die Hamas hingegen hat wiederholt festgestellt, nicht bereit zu sein, ihre Waffen abzugeben, wie das der Friedensplan von US-Präsident Donald Trump verlangt.

David Isaac

Wie vier mit den Gesprächen vertraute Diplomaten angaben, fordert der Friedensrat von US-Präsident Donald Trump die Hamas auf, bis Ende dieser Woche einem Abkommen zur Entmilitarisierung des Gazastreifens zuzustimmen. »Vertreter des Friedensrats und der Hamas werden voraussichtlich am Dienstag in Kairo zusammenkommen, um bis Ende der Woche ein Demilitarisierungsabkommen abzuschließen. … Obwohl die Beamten hinsichtlich der Frist entschlossen waren, könnte sich diese allerdings noch ändern«, berichtete die New York Times (NYT) Anfang der Woche.

Der Friedensrat, eine Übergangsverwaltung zur Unterstützung des Wiederaufbaus von Gaza, verlangt von der Hamas, fast alle ihre Waffen abzuliefern, die Macht abzugeben und Karten ihres unterirdischen Tunnelnetzes zur Verfügung zu stellen. »Es gibt nur eine Partei, die einem besseren Leben für die Zivilbevölkerung in Gaza im Wege steht – und das ist die Hamas. Und die Zeit für die Hamas läuft“, schrieb der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, am Montag auf seinem X-Account.

Der Generaldirektor des Friedensrats und Hohe Vertreter für Gaza, Nickolay Mladenov, übermittelte den Hamas-Führern im vergangenen Monat den Entwaffnungsvorschlag, berichtete die NYT. In einem etwas kryptischen Tweet am vergangenen Freitag schrieb Mladenov: »Wer den Fluss nicht überquert, wird im Meer ertrinken.« Dies wurde als Warnung an die Hamas vor schwerwiegenden Konsequenzen interpretiert, sollte sie sich weigern, zu entmilitarisieren.

Die Hamas verurteilte am Sonntag Forderungen nach ihrer Entwaffnung im Rahmen des Waffenstillstandsplans. In einer von Reuters übersetzten Fernsehansprache sagte ein Hamas-Sprecher, es sei inakzeptabel, das Thema Entmilitarisierung »auf so plumpe Weise« anzusprechen. »Was der Feind heute über unsere brüderlichen Vermittler gegen den palästinensischen Widerstand durchzusetzen versucht, ist äußerst gefährlich«, erklärte der unter dem Kampfnamen für Hamas-Sprecher auftretende Abu Obeida.

Hamas baut sich wieder auf

Washingtons Forderungen nach Entwaffnung seien »nichts anderes als ein offener Versuch, den Völkermord an unserem Volk fortzusetzen, etwas, das wir unter keinen Umständen akzeptieren werden«, sagte der Sprecher. Zugleich forderte er die Vermittler auf, sich mit dem zu befassen, was er als israelische Verstöße gegen die erste Phase von Trumps Gaza-Plan bezeichnete, bevor überhaupt über die zweite Phase diskutiert werden könnte. »Der Feind ist derjenige, der das Abkommen untergräbt.«

In ähnlicher Weise teilten Vertreter der Hamas den Vermittlern am 2. April mit, dass sie keine Gespräche über Entwaffnung führen würden, bevor sie Garantien erhielten, dass die israelischen Streitkräfte beabsichtigen, sich vollständig aus dem Gazastreifen zurückzuziehen. Die Hamas behauptet zudem, dass Israel nicht genügend humanitäre Hilfsgüter per LKW in den Gazastreifen einfahren lasse. Die NYT berichtete, dass im Rahmen des Waffenstillstandsabkommens vom Oktober 2025 eine Zahl von 4.200 Lastwagen pro Woche vereinbart wurde, diese Zahl jedoch »immer wieder unterschritten« worden sei.

Das in Israel ansässige Forschungszentrum Meir Amit Intelligence and Terrorism Information Center (ITIC) berichtete hingegen, dass die Hamas die Einfahrt dieser Lastwagen besteuert, um ihre Kassen zu füllen. Zusammen mit dem Schmuggel von Zigaretten und anderen Produkten erwirtschafte die Hamas damit Einnahmen in Millionenhöhe, hieß es.

Die Hamas bezeichnete zudem die anhaltenden Angriffe innerhalb des Gazastreifens als israelischen Verstoß gegen den Waffenstillstand. Berichten zufolge dringen jedoch Hamas-Terroristen fast täglich über die Gelbe Linie – die Demarkationslinie, die den Gazastreifen grob in zwei Teile teilt – ein, um Anschläge zu verüben. Jüngsten Berichten zufolge versucht die Terrororganisation dabei, israelische Soldaten zu entführen.

Israel hat die Kontrolle über 53 bis 58 Prozent des Gazastreifens behalten und damit eine Pufferzone zum Schutz seiner südlichen Gemeinden geschaffen. Seit Inkrafttreten des Waffenstillstands hat die Hamas laut ITIC ihre militärische Wiederherstellung vorangetrieben und stützt sich dabei auf lokal hergestellte Waffen sowie auf Schmuggel aus Ägypten mittels Drohnen. Tausende neuer Terroristen wurden rekrutiert und ausgebildet. Die terroristische Infrastruktur wurde wiederhergestellt.

Der Text erschien auf Englisch zuerst beim Jewish News Syndicate. (Übersetzung von Alexander Gruber.)

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