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Französischer Imam: Antizionismus ist Antisemitismus

„Der französische Imam Hassen Chalghoumi, der derzeit eine Delegation französischer Muslime in Israel leitet, erklärte am Mittwoch, Antizionismus sei Antisemitismus und beschuldigte die Muslimbruderschaft der Aufwiegelung gegen Juden in Frankreich und in Belgien. Chalghoumi ist zum zweiten Mal in Israel, eine Reise die von ELNET organisiert wurde, einer NGO, die sich für die Stärkung der Beziehungen zwischen Europa und Israel einsetzt. Er führt eine Gruppe junger muslimischer politischer, medialer und sozialer Führer aus Frankreich und Belgien auf einer Tour durch das Land. ‚Antizionistische Propaganda ist eine Maske, die dazu verwendet wird, um eigentlich antisemitisch Dinge höflicher auszudrücken‘, erklärte Chalghoumi der Jerusalem Post durch einen Übersetzer. ‚Was den Antizionismus auszeichnet ist Hass. Wenn wir nur über Kritik am Staat Israel sprechen würden, würden wir den Hass und das Gerede über die Notwendigkeit, Israel auszulöschen und zu zerstören, nicht sehen’, betonte der Imam.

Chalghoumis aktueller Besuch soll den jungen muslimischen Führern helfen, Israel besser zu verstehen und den jüdisch-muslimischen Dialog zu Hause zu fördern. (…) In diesem Zusammenhang sagte der Imam, er habe nach einer Reihe islamistischer Terroranschläge in Frankreich und Belgien ab 2012 damit begonnen, den Extremismus zu bekämpfen und interreligiöse Arbeit zu leisten. Chalghoumi erklärte, dass der Fakt, dass alle Angriffe von jungen Menschen durchgeführt worden seien, ihn dazu veranlasst hätten, die Meinung der französischen und belgischen muslimischen Jugend ändern zu wollen. ‚Die Jugend ist das Herzstück der Sache und daher kann die Beeinflussung junger muslimischer Führer die muslimischen Jugendlichen und die muslimisch-jüdischen Beziehungen verbessern’, sagte er.

Auf die Frage, warum Antisemitismus in französischen und belgischen muslimischen Gemeinden so verbreitet ist, in denen Juden in vielen Stadtvierteln keine identifizierbaren jüdischen Symbole tragen können, sagte Chalghoumi, dass islamistische Gruppen, insbesondere die Muslimbruderschaft, in der Region äußerst aktiv sind und ihre Ideologie verbreiten, einschließlich klassisch antisemitischer Ideen. Er sagte, dass die Bruderschaft den israelisch-palästinensischen Konflikt zu einem Aushängeschild für die Vereinigung der Muslime in Frankreich gemacht habe. Dies habe der Gruppe dabei geholfen, Geld zu sammeln, insbesondere aus der Türkei, Katar und dem Iran, die Geld in islamistische Gruppen in Europa gesteckt haben, um ihre Institutionen zu finanzieren. ‚Die Muslimbruderschaft ist gegen Juden und Israel. Sie benutzt alte antisemitische Bilder, nach denen Juden etwa die Welt kontrollieren und reich sind. Sie promoten die [gefälschten] Protokolle der Wesien von Zion und fördern den Hass auf Israel,’ sagte Chalghoumi.“ (Jeremy Sharon / Shaked Karabelnicoff: „French Imam in Jerusalem: Anti-Zionism is antisemitism“)

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