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FIFA-Präsident: Iran wird »ganz sicher« bei der Fußball-WM in den USA spielen

Uneins über Iran-Teilnahme: FIFA-Präsident Infantino und US-Präsident Trump
Uneins über Iran-Teilnahme: FIFA-Präsident Infantino und US-Präsident Trump (© Imago Images / UPI Photo)

Nachdem Donald Trump erklärt hatte, in der aktuellen Situation sei eine iranische Teilnahme nicht angemessen, erklärte FIFA-Präsident Gianni Infantino, das Team müsse nach Amerika kommen.

Der Iran »muss« an der Weltmeisterschaft im Sommer teilnehmen, sagte Gianni Infantino am Mittwoch. »Die iranische Mannschaft kommt ganz sicher, ja«, zitierte die Associated Press Infantino auf dem CNBC-Forum »Invest in America« in Washington »Wir hoffen natürlich, dass die Lage bis dahin friedlich sein wird. Wie ich schon sagte, das würde definitiv helfen. Aber der Iran muss kommen. Natürlich vertreten sie ihr Volk. Sie haben sich qualifiziert. Die Spieler wollen spielen«, erklärte der FIFA-Präsident.

Die USA richten die Weltmeisterschaft gemeinsam mit Kanada und Mexiko aus, wobei der Iran zwei Gruppenspiele in Inglewood, Kalifornien, und eines in Seattle bestreiten soll. Der Krieg der Vereinigten Staaten gegen den Iran, der nun in eine fragile Waffenruhe eingetreten ist, hat Zweifel an den Chancen der iranischen Nationalmannschaft auf eine Reise nach Amerika aufkommen lassen.

Er habe sie sich angesehen, fuhr Infantino fort und bezog sich dabei laut AP auf sein Treffen mit den Spielern vor zwei Wochen in Antalya, Türkei. »Sie sind tatsächlich auch eine ziemlich gute Mannschaft. Und sie wollen wirklich spielen, und sie sollten spielen. Sport sollte jetzt außerhalb der Politik stehen. OK, wir leben nicht auf dem Mond, wir leben auf dem Planeten Erde. Aber wissen Sie, wenn niemand sonst daran glaubt, Brücken zu bauen und sie intakt und zusammenzuhalten, dann übernehmen wir diese Aufgabe.«

US-Präsident Donald Trump schrieb am 12. März, knapp zwei Wochen nach Kriegsbeginn, auf Truth Social: „Die iranische Fußballnationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft willkommen, aber ich halte es wirklich nicht für angemessen, dass sie dort ist – um ihrer eigenen Sicherheit willen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit!«

Druck auf Sportlerinnen

Drei Tage nach Kriegsbeginn weigerte sich die iranische Frauenfußballmannschaft am 2. März vor ihrem Spiel gegen Südkorea bei der Asienmeisterschaft in Australien, die Nationalhymne zu singen. Die Spielerinnen standen nur schweigend da und wollten damit ein Zeichen der Solidarität mit den Tausenden iranischen Demonstranten setzen, die im Februar vom Regime der Islamischen Republik ermordet worden waren.

Der Vorfall führte zu mehreren Fluchtversuchen von Spielerinnen und Teammitgliedern, nachdem iranische Kommentatoren sie als »Kriegsverräterinnen« bezeichnet und die Behörden aufgefordert hatten, »hart« gegen sie vorzugehen. Trump rief daraufhin in den sozialen Medien dazu auf, den Frauen zu helfen, und bot ihnen Asyl in den Vereinigten Staaten an.

Am 10. März bestätigte der australische Innenminister Tony Burke, dass fünf Mitgliedern der iranischen Fußballnationalmannschaft humanitäre Visa gewährt worden seien. »Sie sind in Australien willkommen. Hier sind sie in Sicherheit und sollten sich hier wie zu Hause fühlen«, sagte Burke gegenüber Reportern auf einer Pressekonferenz in Brisbane. Letztendlich blieben nur zwei Iranerinnen in Australien, weil das iranische Regime den Teammitgliedern gedroht hatte, ihren Familien Schaden zuzufügen, sollten die Spielerinnen nicht nach Hause zurückkehren.

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