Financial Times überführt israelische Pflanzen des Kolonialismus

„2019 mag gerade erst begonnen haben, aber wir haben bereits einen starken Anwärter für den lächerlichsten antiisraelischen Artikel des Jahres. Obwohl die Financial Times sich selbst als verlässliche Informationsquelle verkauft, wurde das HonestReporting-Team erst kürzlich von einem Artikel überrascht. Ein Artikel der Akademikerin Shela Sheikh mit dem Titel ‚Corinne Silva: Pflanzen, Macht und der israelische Staat‘ bezichtigt israelische Büsche und Bäume, die Erinnerung an andere Völker auzlöschen. Ja, Pflanzen. Zwar ist die Erforschung der Auswirkungen von Pflanzen und Infrastruktur auf die Öffentlichkeit und das gesellschaftliche Sozialgefüge sicherlich von Wert, aber die eingehende Analyse der israelischen Pflanzen und Gärten lässt weitaus mehr über den Geisteszustand der Forscherin erahnen als alles andere. Beim Lesen des Artikels mussten wir uns regelmäßig ins Gedächtnis rufen – dieser Artikel befasst sich mit Gärten. Nicht mit Waffen oder Panzern, nicht mit Zäunen oder Wänden, sondern mit Gärten.

Sheikh konzentriert sich auf eine Serie von Fotografien, die von Corinne Silva aufgenommen wurden und untersucht ‚die inhärenten Verbindungen zwischen Anbau und Kolonisation‘. Der Text ist übersät mit langweiligen Fotografien typischer Vorstadtszenen: unscheinbare weiße Zäunen, stämmige Bäume und die in Israel allgegenwärtigen Bewässerungsrohren, die buchstäblich Leben in ein Wüstenland bringen. Leider, so heißt es seien all diese Dinge so gestaltet, dass sie ‚mit dem Ziel entworfen wurden, Israelis auf einem Land anzupflanzen, das früher von Palästinensern bevölkert war.‘

Natürlich ist dies eine Möglichkeit, die Dinge darzustellen. Eine andere Möglichkeit wäre, diese Bilder von israelischen Pflanzen und Bäumen als ‚äußerst langweilig‘ zu bezeichnen und die Tatsache, dass die Israelis an Orten wie Bet Shemesh oder Beersheba leben – beide sind international als israelisches Territorium anerkannt –, als eine direkte Folge der arabischen Ablehnung des UN-Friedensplan im Jahr 1947 betrachten, sowie als Folge des vom Zaun gebrochenes Krieges, der mit der Kontrolle von weniger Territorien endete, als ihnen ursprünglich angeboten wurden. Solche Tatsachen sind jedoch irrelevant, wenn es darum geht, Israel mit allen möglichen Mitteln zu zu verunglimpfen. Anstatt das Recht Israels, einen Selbstverteidigungskrieg zu gewinnen, zu akzeptieren, präsentiert Sheikh unhinterfragt Silvas Dokumentation über Israels Waldanpflanzungsprogrogramm, und fürht es als Beweis dafür an, dass das Land ‚Ansprüche auf ein konfisziertes Territorium geltend macht und eine Überpflanzung von Überresten zerstörter palästinensischer Dörfer vornehmen will.‘“ (Emanuel Miller: „Financial Times: Israeli Plants Guilty of ‚Colonization‘“)

Schreiben Sie einen Kommentar


Schreiben Sie einen Kommentar

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.


Login