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Fatah-Gouverneur hält Tel-Aviv-Angreifer nicht für Terroristen

Akram Rajoub wird von Mahmud Abbas zum Gouverneur vereidigt
Akram Rajoub wird von Mahmud Abbas zum Gouverneur vereidigt (© Imago Images / ZUMA Wire)

Der offizielle Vertreter der Palästinensischen Autonomiebehörde von Mahmud Abbas weigert sich, die Terroranschläge in Israel zu verurteilen, die von Bürgern seiner Stadt verübt wurden.

Der Gouverneur der palästinensischen Stadt Dschenin im Westjordanland, Akram Rajoub, verurteilte am Samstag die israelische Entscheidung nach dem Terroranschlag in Tel Aviv, der vergangenen Donnerstag drei Menschenleben gefordert hatte, Einschränkungen über die Region Dschenin zu verhängen.

Rajoub meinte, dass solch eine »Bestrafung aller in Dschenin« für das, was der aus Dschenin stammende Attentäter Raed Hazem getan hat, nur zu noch mehr Angriffen führen werde. »Wenn man die Menschen so in eine Ecke drängt, muss man erwarten, dass sie alles Mögliche tun«, drohte er gegenüber der Times of Israel.

Nicht nur nahm Rajoub, der als Gouverneur die Palästinensische Autonomiebehörde von Mahmud Abbas in Dschenin vertritt, an einer von Raed Hazems Familie veranstalteten Trauerzeremonie teil, sondern sagte in einem Interview mit dem israelische Sender Kan obendrein, dass er Raed Hazem ohnehin nicht für einen Terroristen halte.

»Ihr [die Israelis] habt das palästinensische Volk in die Ecke gedrängt. Die Palästinenser … müssen Mord und Blut und all die verbrecherischen Geschehnisse sehen …, die von den IDF [der israelischen Armee] verübt werden. Was wollt Ihr? Etwa, dass sie den Soldaten Rosen überreichen?«

Auf die explizite Frage, ob der Angreifer von Tel Aviv für ihn ein Terrorist sei, antwortet Rajoub, dass er ihn »nicht für einen Terroristen« halte. Auch in seinem Interview mit der Times of Israel weigerte sich Rajoub, die Attentäter aus Dschenin – der Angreifer von Bnei Brak stammte ebenfalls aus einem Dorf in der Nähe von Dschenin – zu verurteilen.

»Palästinenser sind keine Terroristen. Palästinenser wollen sich nur von der Besatzung befreien. Es gibt keine politischen Aussichten, es gibt keine wirtschaftlichen Aussichten, und es gibt keine Hoffnung, die Besatzung zu beenden. Was erwarten Sie also vom palästinensischen Volk?«

Der TV-Sender Kan berichtete am Samstag, die israelischen Sicherheitskräfte hätten herausgefunden, dass es Raed Hazems Plan gewesen sein, nach seinem Anschlag in Tel Aviv für eine Woche in Israel unterzutauchen und am kommenden Freitag, dem ersten Abend von Pessah, einen weiteren Terrorangriff auszuführen. Der Inlandsgeheimdienst Shin Bet erklärte, es hätte weder eine klare Zugehörigkeit Hazems zu palästinensischen Organisation gegeben noch frühere Festnahmen und auch keine sicherheitsdienstlichen Erkenntnisse.

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