Farrakhan: „Afro-Amerikaner sind Teil der Islamischen Revolution im Iran“

Der Antisemit Loius Farrakhan auf einer Pressekonferenz in Teheran. Quelle: al-vefagh.com/Wikimedia Commons.

„Unmittelbar vor der Wiederinkraftsetzung der US-Sanktionen gegen den Iran hat der Anführer der Nation of Islam und bekannte Antisemit Louis Farrakhan dort am Sonntag während eines Solidaritätsbesuchs die Parole ‚Tod für Amerika‘ angestimmt und erklärt, dass ‚Amerika niemals eine Demokratie gewesen ist‘. Der halbamtlichen iranischen Nachrichtenagentur Mehr zufolge sagte Farrakhan im Gespräch mit dem Sekretär des Schlichtungsrats Mohsen Rezaei, Amerika habe sich gegen den Iran verschworen. ‚Mir ist klar, dass die Feinde sich gegen das iranische Volk verschworen haben, und ich möchte mich an Ihre Seite stellen, um die Verschwörung zu stoppen‘, erklärte er.

Zudem kritisierte er die amerikanische Unterstützung des regionalen Erzfeindes des Iran, Saudi-Arabien scharf. ‚Satan will die Muslime spalten und sie dazu bringen, sich gegenseitig zu töten. Doch sagt uns Gott im Koran, dass wir zusammenstehen sollen‘, so Farrakhan weiter. Farrakhan hat die Juden in der Vergangenheit als die ‚Synagoge Satans‘ bezeichnet.

Farrakhan verurteilte die amerikanischen Sanktionen gegen den Iran, die diese Woche wieder in Kraft treten. ‚Ich warne die amerikanische Regierung heute, dass die Sanktionen gegen den Iran ein schwerer Fehler sind‘. Die Afro-Amerikaner seien Teil der Islamischen Revolution im Iran. Dem persischsprachigen Nachrichtendienst IRIB zufolge gab er außerdem ein Ansprache vor Jurastudierenden der Universität von Teheran. Dort wetterte er gegen Israel und lobte die Frauenrechtslage und die Verhüllungspflicht für Frauen im Iran. Er behauptete, dass ‚Amerika niemals eine Demokratie gewesen ist. In Amerika ging es schon immer zuerst um die Klasse der Reichen und Mächtigen.‘ Am Ende seiner Ansprache stimmte er die bekannte iranische Parole ‚Tod für Amerika‘ an und Teile des Publikums schlossen sich an. Farrakhan ist der vermutlich bekannteste schwarze Rassist in Amerika und fällt seit langem mit antisemitischen Äußerungen auf. Jüngst bezeichnete er die Juden als ‚Termiten‘.

Mehrere prominente amerikanische Aktivisten sind in den letzten Jahren mit Farrakhan in Verbindung gebracht worden. Eine der Anführerinnen des Women’s March, Tamika Mallory, pries ihn als ‚GOAT‘, als ‚Greatest of All Time‘. Eine weitere Anführerin des Women’s March, Linda Sarsour, besuchte eine Veranstaltung mit Farrakhan und hat sich wiederholt geweigert, ihn zu verurteilen.“ (Benjamin Kerstein: „Notorious Antisemite Louis Farrakhan Leads ‚Death to America‘ Chant on Solidarity Trip to Iran“)

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