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Facebook: Mit der Muslimbruderschaft gegen Hate Speech

Tawakkol Karman hat in der Vergangenheit ihre Unterstützung der Muslimbruderschaft zum Ausdruck gebracht
Tawakkol Karman hat in der Vergangenheit ihre Unterstützung der Muslimbruderschaft zum Ausdruck gebracht (© Imago Images / CTK Photo)

Ein Mitglied des neuen Aufsichtsgremiums für Facebook, das die Kontrolle über die Inhaltskontrolle für die Social-Media-Plattform haben wird, hat in der Vergangenheit Unterstützung für die Muslimbruderschaft zum Ausdruck gebracht.

Donna Rachel Edmunds, Jerusalem Post

Am Mittwoch gab Facebook die ersten 20 Mitglieder seines Aufsichtsgremiums bekannt, das das letzte Wort darüber hat, welche nutzergenerierten Inhalte die Plattform entfernt. Unter den Mitgliedern befindet sich die jemenitische Friedensnobelpreisträgerin Tawakkol Karman, die für ihre Rolle im Arabischen Frühling ausgezeichnet wurde.

Sie scheint jedoch auch Verbindungen zur Muslimbruderschaft zu haben, die von mehreren Ländern, darunter Saudi-Arabien, Russland und Bahrain, als Terrororganisation geächtet wird. Die Muslimbruderschaft hat erklärt, dass ihr Ziel die Errichtung eines Staates ist, der unter der Scharia geführt wird. Sie ist auch der Vorläufer der Hamas.

Als Karman 2011 den Friedensnobelpreis gewann, veröffentlichte die offizielle Website der Muslimbruderschaft Ihkwanweb eine Erklärung, die Karman beglückwünscht und als Mitglied eines Zweigs der Muslimbruderschaft nennt. (…) Karman selbst hat ebenfalls öffentliche Erklärungen zur Unterstützung der Muslimbruderschaft abgegeben.

Die Mitglieder des Aufsichtsgremiums von Facebook haben beträchtliche Befugnisse hinsichtlich der Inhalte erhalten, die auf der Plattform ausgetauscht werden dürfen. In einer am Mittwoch von der New York Times veröffentlichten Stellungnahme erklärten die vier stellvertretenden Vorsitzenden der Gruppe, die an der Auswahl der 16 anderen Mitglieder, darunter Karman, beteiligt waren, dass dem Gremium ein Treuhandfonds in der Höhe von 130 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt wurde, damit es seine Arbeit völlig unabhängig von Facebook durchführen kann, und dass seine Entscheidungen von Facebook nicht widerrufen werden können, es sei denn, es wird festgestellt, dass sie gegen das Gesetz verstoßen. (…)

Bezüglich der Aufgabe des Gremiums schrieben sie: „Wir wissen, dass soziale Medien hasserfüllte, schädliche und betrügerische Reden verbreiten können. In den letzten Jahren ist die Frage, welche Inhalte auf Plattformen wie Facebook bleiben oder gelöscht werden sollen, und wer dies entscheiden soll, immer dringlicher geworden.“

„Das Aufsichtsgremium wird sich auf diesbezügliche Fragen konzentrieren, auch in Bereichen wie Hassreden, Belästigung sowie Schutz der Sicherheit und der Privatsphäre der Menschen“, so die Erklärung weiter. „Es wird endgültige und verbindliche Entscheidungen darüber treffen, ob bestimmte Inhalte von Facebook und Instagram zugelassen oder entfernt werden sollten.“

Facebook content oversight member reportedly linked to Muslim Brotherhood

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