Europaparlament untersagt Ausstellung mit Iran-Karikaturen

„In Brüssel ist am Mittwochnachmittag eine Ausstellung mit Karikaturen über das iranische Regime eröffnet worden, die zuvor im Europaparlament verboten worden war. ‚Dies ist kein Ruhmesblatt für ein westliches Parlament, insbesondere für eines, das erklärtermaßen Menschenrechte, Meinungsfreiheit und den Kampf für Demokratie zu seinen Hauptprioritäten zählt‘, erklärte Daniel Schwammenthal vom American Jewish Committee (AJC) als Mitorganisator angesichts der Eröffnung in einem Gebäude unmittelbar neben dem Brüsseler Parlament. (…) Vier Abgeordnete verschiedener Parteien hatten die Ausstellung eigentlich im Europaparlament zeigen wollen. Dies lehnte die für die Genehmigung zuständige Abgeordnete, die britische Liberale Catherine Bearder, unter Berufung auf interne Regeln ab. Laut Schwammenthal wurde dabei indirekt auf die Würde des Parlaments verwiesen. Bearder wollte sich auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) nicht äußern. (…)

Die rund 20 Bilder der Schau zeigen beispielsweise zu Gefängniszellen umgewandelte Wahlurnen, am Galgen baumelnde Homosexuelle in Regenbogenfarben als ‚Iranische Gay Parade‚‘ oder den iranischen Präsidenten Hassan Rohani und den syrischen Machthaber Baschar al-Assad vor einem Stapel aus Totenköpfen mit dem Satz ‚Wir haben Millionen Syrer hinter uns‘. Die Bilder kritisierten ausschließlich die iranische Führung, betonte der Karikaturist Uri Fink in Brüssel. Sie seien nicht gegen die normalen iranischen Bürger gerichtet, ganz im Gegenteil. ‚Ich denke, sie werden es schätzen, dass jemand sich mit ihrer Not identifiziert‘, sagte der israelische Zeichner.“ (Bericht in der Jüdischen Allgemeinen: „Die Mullahs und das Lachen“)

„Das Europäische Parlament ist ein Ort, an dem ‚inspirierender‘ antisemitischer Hetze kollektiv applaudiert, ein Ort, an dem eine Terroristin als Vorbild gefeiert werden kann. Einer des Einsatzes für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte will es offensichtlich nicht sein. Die von TICP und AJC organisierte Karikaturen-Ausstellung wird nun außerhalb des Europäischen Parlaments stattfinden.“ (Bericht auf Prikk.World: „Europaparlament versucht Karikatur-Ausstellungen gegen den Iran zu verhindern“)

Schreiben Sie einen Kommentar


Schreiben Sie einen Kommentar

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.


Login