Erdogan: Türkischer Geheimdienst übernimmt Demilitarisierung Idlibs

„Der Nationale Geheimdienst der Türkei (MİT) spiele bei der Umsetzung der Vereinbarung über die Einrichtung einer demilitarisierten Zone in der nordwestsyrischen Provinz Idlib eine entscheidende Rolle und die Umsetzung der mit Russland abgeschlossenen Vereinbarung laufe gut, erklärte Präsident Recep Tayyip Erdoğan am 26. September. ‚Den Großteil der Verantwortung trägt der MİT’, berichtete Erdoğan Journalisten aus dem Weg von New York zu seinem Staatsbesuch in Deutschland. Die Türkei lege großen Wert auf die Entfernung der schweren Waffen der radikalen Gruppen in Idlib, so Erdoğan weiter. Er brachte erneut seine Sorge über die Möglichkeit eines weiteren Flüchtlingsstroms in Richtung Türkei zum Ausdruck, sollte es zu einer syrisch-russischen Offensive in Idlib kommen. ‚Die Umsetzung scheint Gestalt anzunehmen. Rund 50.000 bis 60.000 Menschen sind gestern zurückgekehrt. Ich hoffe, das wird sich fortsetzen‘, sagte Erdoğan.

Erdoğan berichtete weiter, dass die Türkei mit Russland über den Wiederaufbau Syriens verhandele. ‘Wir haben darüber mit Russland gesprochen’, so Erdoğan. Das Thema werde auch bei seinen Gesprächen mit Kanzlerin Angela Merkel während seines Staatsbesuchs in Berlin eine Rolle spielen. Erdoğan wurde gefragt, ob er ein erneutes Bombardement Idlibs ausschließen könne. Darauf antwortete er: ‚Das ist im Moment nicht sicher, aber vorerst ist es ausgeschlossen. Wir hoffen, dass es nicht dazu kommen wird. [Der russische Präsident Wladimir] Putin hat uns gewisse Zusagen gemacht.‘ Die Türkei plane eine Gipfeltreffen mit Deutschland, Russland und Frankreich in Istanbul, das Datum stehe aber noch nicht fest.“ (Hande Fırat: „Turkish intelligence working on disarmament of radicals in Idlib: Erdoğan“)

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