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Arabische Autoren begrüßen die Entmachtung der Islamisten in Tunesien

Rahed Ghannouchi, Anführer der islamistischen Ennahda-Partei in Tunesien. (© imago images/Yassine Mahjoub)
Rahed Ghannouchi, Anführer der islamistischen Ennahda-Partei in Tunesien. (© imago images/Yassine Mahjoub)

Einige arabische Beobachter sind froh darüber, dass Tunesien als drittes arabisches Land der Herrschaft der Muslimbruderschaft ein Ende gesetzt hat.

Khaled Abu Toameh, Gatestone Institute

Die Entmachtung der islamistischen Ennahda-Partei in Tunesien wurde nicht nur von Tunesiern begrüßt, sondern auch von vielen Arabern, die die Islamisten, insbesondere die Muslimbruderschaft, beschuldigen, Chaos und Instabilität in der arabischen Welt zu verbreiten. (…)

Tunesien ist nach Ägypten und dem Sudan das dritte arabische Land, das die Herrschaft der Islamisten satthat. Mit Ausnahme von Katar betrachten die meisten arabischen Länder die Muslimbruderschaft und andere islamistische Gruppen seit langem als eine große Bedrohung für Sicherheit, Stabilität und Frieden.

Die Palästinenser hingegen scheinen die einzigen Araber zu sein, die weiterhin an die Muslimbruderschaft und die ihr angeschlossenen Organisationen glauben, insbesondere an die Hamas, die Terrorgruppe, die seit Juli 2007 den Gazastreifen regiert. (…)

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„Was in Tunesien geschah, war das unvermeidliche Ergebnis von Jahren, in denen das tunesische Volk unter der Herrschaft der Muslimbruderschaft stand“, so der emiratische Schriftsteller Saif Al-Dareei. „Die Muslimbruderschaft, vertreten durch die tunesische Ennahda-Partei und ihren Führer Rashed Ghannouchi, hat versucht, auf eigene Faust politische Gewinne zu erzielen, ohne die Bedürfnisse des tunesischen Volkes zu berücksichtigen.“ (…)

Der prominente saudische Journalist und Schriftsteller Abdul Rahman Al-Rashed erklärte, er sei über den Sturz der Islamisten in Tunesien nicht überrascht. „Sie wurden mit Chaos und Attentaten in Verbindung gebracht, als sie an der Regierung waren“, schrieb Al-Rashed. (…)

Al-Rashed sagte, die Ereignisse in Tunesien spiegelten den „Kampf des Nahen Ostens“ gegen die Muslimbruderschaft wider. Er wies darauf hin, dass Ägypten und der Sudan 2013 bzw. 2019 ihre islamistischen Machthaber losgeworden seien, während es in Tunesien länger gedauert habe, „die religiöse Gruppe und ihr faschistisches politisches Projekt“ zu stürzen.

Sawsan Al-Sha’er, einer der einflussreichsten Journalisten und Intellektuellen Bahrains, brachte seine Erleichterung über den Sturz der Islamisten in Tunesien zum Ausdruck und sagte, dies solle allen Arabern als Mahnung dienen, dass islamistische Parteien – ob schiitisch oder sunnitisch – nichts anderes im Sinn hätten, als an die Macht zu kommen. (…)

„Tunesien hat den Staub der Muslimbruderschaft abgeschüttelt und ihrer Kontrolle ein Ende gesetzt, wodurch Chaos und Unruhen im Land verhindert wurden“, sagte Amal Abdullah Al-Haddabi, eine Schriftstellerin aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. „Die Tunesier haben, wie andere Araber auch, sehr unter der Herrschaft der Muslimbruderschaft gelitten.“

Al-Haddabi zufolge sah sich der tunesische Präsident gezwungen einzugreifen, als er erkannte, dass sich das Land unter der Kontrolle der Muslimbruderschaft auf dem Weg zu Chaos und Zerstörung befand. (…)

Offensichtlich sind viele Araber froh, dass die Herrschaft der Islamisten in Tunesien endlich beendet ist. Der Jubel in den arabischen Ländern über den Sturz der Ennahda-Partei sendet eine klare Botschaft an den Rest der Welt, die Islamisten nicht zu umgarnen oder zu beschwichtigen. Leider wird diese Botschaft von vielen Palästinensern und führenden Politikern im Westen ignoriert, die weiterhin die Hamas und andere vom Iran unterstützte islamistische Gruppen unterstützen, die Israel vernichten und die Palästinenser im Elend halten wollen.

(Aus dem Artikel „Arabs Celebrate Downfall of Tunisia’s Islamists“, der vom Gatestone Institute veröffentlicht wurde. Übersetzung von Florian Markl.)

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