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Emiratischer Politiker über palästinensische Führer: „Sind kleine Hausierer“

Der emiratische Politiker Dirar Belhoul al-Falasi im Gespräch mit dem kuwaitischen Diwan Al-Mulla Online TV
Der emiratische Politiker Dirar Belhoul al-Falasi im Gespräch mit dem kuwaitischen Diwan Al-Mulla Online TV (Quelle: MEMRI TV)

Die Palästinensische Autonomiebehörde kümmere sich nur um ihre eigenen Interessen, und die Hamas sei so tief gesunken, dass sie Spitäler als Raketenabschussrampen benutze.

Ein Mitglied des Bundesrates der Vereinigten Arabischen Emirate nannte die palästinensische Führung in einem Interview vor kurzem „kleine Hausierer, die sich in die palästinensische Sache einmischen“ und die sich überhaupt nicht um die Palästinenser kümmern. Im Gespräch mit dem kuwaitischen Diwan Al-Mulla Online TV am 13. Oktober sagte Dirar Belhoul al-Falasi, das beste Beispiel dafür sei die Ablehnung der Coronavirus-Hilfe durch die Palästinenser.

„Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) schickten ihnen Hilfe, aber [ihre Führer] weigerten sich, sie anzunehmen. Das liegt daran, dass sie sich nicht um die einfachen Palästinenser kümmern. Sie kümmern sich nur um ihre eigenen Interessen. Da diese Waren Direktlieferungen waren, konnten sie sie nicht in ihre Hände bekommen, und dementsprechend auch nicht mit ihnen handeln. Sie sind kleine Hausierer.“

Ein weiteres Beispiel dafür sei der Anführer der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas. „Als er [Abbas] vor einigen Jahren in die VAE kam, kam er mit seinem Sohn. Wenn ihn jemand nach einer Visitenkarte fragte, sagte er, er habe Agenten oder was auch immer … War er wegen der Palästinenser hier oder um für seine Firmen zu werben? Die Hamas, sagte al-Falasi, sei nicht besser.

„Leute vom Roten Halbmond erzählten uns, dass sie ein Krankenhaus (in Gaza) gebaut haben, und sie waren überrascht, als … dieses Krankenhaus war für die Behandlung von Palästinensern bestimmt und die Leute von der Hamas feuerten eine Rakete vom Dach des Krankenhauses ab, damit Israel dieses Krankenhaus bombardieren würde. Sehen Sie nur, wie tief sie sinken können.“

Mit Blick auf den weiteren Nahen Osten verteidigte al-Falasi die Entscheidung der VAE, die Beziehungen zu Israel zu normalisieren, wobei er die Kritik des Iran und der Türkei zurückwies und stattdessen eigene Kritik an der Islamischen Republik äußerte:

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„Man würde erwarten, dass die [iranische] Qods [Jerusalem]-Truppe in Richtung Jerusalem marschiert. Aber wohin marschiert sie? In den Irak, nach Bahrain, Kuwait und Syrien, in den Libanon und den Jemen. All die Tragödien [an diesen Orten] sind auf die Qods-Truppe zurückzuführen, die den Weg nach Jerusalem verloren hat, den anderen Weg eingeschlagen und begonnen hat, uns zu schaden.

Niemand – weder der türkische noch der iranische Präsident – hat das Recht, sich in eine souveräne Entscheidung der VAE einzumischen. Die Entscheidung [die Beziehungen mit Israel zu normalisieren] treffen allein die VAE. Wir sind diejenigen, die entscheiden. Wir kümmern uns um unsere eigenen Interessen, und es ist uns egal, was sie sagen.

Worauf sollten wir uns Ihrer Meinung nach konzentrieren? Auf die Interessen unseres Volkes, seine Entwicklung und sein Leben in Sicherheit und Frieden oder auf etwa 70 Jahre Kriege, die uns in keiner Weise Vorteile gebracht haben?

Im Gegenteil, seit 70 Jahren verlieren wir immer wieder. Es sei darauf hingewiesen, dass unser einziger Erfolg dem verstorbenen [ägyptischen] Präsidenten Anwar Sadat zu verdanken ist. Er hat Kriege geführt, das ist wahr. Aber was hat er mit diesen Kriegen erreicht? Zehn Quadratkilometer? Auf der anderen Seite hat er durch Verhandlungen und Frieden den Sinai in seiner Gesamtheit zurückerobert, einschließlich Taba. Der Sinai ist 2,5 Mal so groß wie Palästina.“

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Frieden, erklärte al-Falasi, sei „unvermeidlich“ und er fügte hinzu:

„Was die Söldner und diejenigen betrifft, die von der palästinensischen Sache profitieren, so war es für sie an der Zeit, zur Seite zu treten und das Wort einer jüngeren, friedensorientierten Generation zu überlassen, die nach 70 Jahren Kriegen, Katastrophen und Schmerz in Frieden leben will“.

(Der Artikel „ UAE official: Palestinian leaders are ‘small-time hucksters,’ Iran to blame for regional ills“ ist zuerst beim Jewish News Syndicate erschienen. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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