Latest News

Emirate melden Drohnenangriff in der Nähe des Kernkraftwerks von Abu Dhabi

Das Kernkraftwerk Barakah der Vereinigten Arabischen Emirate
Das Kernkraftwerk Barakah der Vereinigten Arabischen Emirate (Quelle: Wikiemirati / CC BY-SA 4.0)

Auch wenn die Vereinigten Arabischen Emirate noch nicht offiziell erklärten, wer für den Drohnenangriff verantwortlich ist, fällt der Verdacht auf den Iran.

Die Vereinigten Arabischen Emirate gaben bekannt, dass am Sonntag ein Drohnenangriff in der Nähe ihres Kernkraftwerks einen Brand ausgelöst habe, und bezeichneten den Vorfall als gefährliche Eskalation. Behörden untersuchen derzeit die Herkunft des Angriffs. Das Verteidigungsministerium des Landes teilte mit, dass drei Drohnen aus der Richtung der westlichen Grenze in die VAE eingedrungen seien.

Während zwei Drohnen abgefangen wurden, traf eine dritte einen Stromgenerator außerhalb des inneren Sicherheitsbereichs des Kernkraftwerks Barakah in Abu Dhabi und löste einen Brand aus. Es wurden keine Verletzten gemeldet, und die radiologische Integrität und Sicherheit seien nicht beeinträchtigt worden, teilten die lokalen Behörden mit.

Iran verdächtig

Das Außenministerium der VAE bezeichnete den Angriff als inakzeptablen Akt der Aggression und erklärte, es habe das Recht, auf jegliche Feindseligkeiten zu reagieren. Es fügte hinzu, dass »der Angriff auf friedliche Kernenergieanlagen einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht, die UN-Charta und die Grundsätze des humanitären Rechts darstellt«.

Das Verteidigungsministerium der Emirate erklärte unterdessen, es werde »jedem Versuch, die Sicherheit des Landes zu untergraben, entschlossen entgegentreten«. Bislang wurde nicht offiziell angegeben, wo die Drohne gestartet worden war. Die VAE haben zuvor den Iran beschuldigt, hinter Angriffen auf ihre Energie- und Wirtschaftsinfrastruktur zu stehen, seit im Februar in der Region Krieg ausgebrochen ist.

Das Medienbüro von Abu Dhabi teilte mit, der Brand sei in einem Stromgenerator ausgebrochen, und bestätigte, dass in der Anlage, die normal weiterlaufe, Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden seien.

Die Atomaufsichtsbehörde der UN erklärte, sie verfolge die Lage aufmerksam, und ihr Generaldirektor Rafael Grossi äußerte tiefe Besorgnis über den Vorfall. Grossi sagte laut einer Erklärung der Internationalen Atomenergie-Organisation, dass »militärische Aktivitäten, die die nukleare Sicherheit gefährden, inakzeptabel sind«, und forderte »größtmögliche militärische Zurückhaltung«.

Teheran begann am 28. Februar mit Angriffen in der gesamten Region als Vergeltung für die Angriffe der USA und Israels gegen den Iran.

Bleiben Sie informiert!
Mit unserem wöchentlichen Newsletter erhalten Sie alle aktuellen Analysen und Kommentare unserer Experten und Autoren.

Zeigen Sie bitte Ihre Wertschätzung. Spenden Sie jetzt mit Bank oder Kreditkarte oder direkt über Ihren PayPal Account. 

Mehr zu den Themen

Das könnte Sie auch interessieren

Wir reden Tachles!

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie alle aktuellen Analysen und Kommentare unserer Experten und Autoren!

Nur einmal wöchentlich. Versprochen!