Latest News

Käfige waren das Schlimmste: Emily Damari über ihre Hamas-Gefangenschaft

Fan der Tottenham Hotspurs: Plakat von Emily Damari bei einem Match ihres Clubs in London
Fan der Tottenham Hotspurs: Plakat von Emily Damari bei einem Match ihres Clubs in London (© Imago Images / Pro Sports Images)

Die ehemalige Hamas-Geisel berichtet, wie sie und andere Gefangenen monatelang in winzigen Käfigen unter der Erde zusammengepfercht waren und Hitze, Schmutz und ständige Angst erdulden mussten.

Während ihrer Gefangenschaft im Gazastreifen wurden Käfige für Emily Damari zum Inbegriff des Grauens, wie sie in einem erschütternden Exklusivbericht der britischen Tageszeitung Daily berichtete. Fast vier Monate der insgesamt 471 Tage, die sie von der Hamas gefangen gehalten wurde, waren Damari und andere Mitgefangene in engen, stickigen Käfigen eingesperrt – manchmal sechs Personen gleichzeitig auf einer Fläche von nur zwei mal zwei Metern.

»Die Käfige waren das Schlimmste«, erzählte Damari und erinnerte sich an die unerträgliche Hitze, die Feuchtigkeit und die Gänge, in denen es von Kakerlaken wimmelte. »Die Stille bringt einen um den Verstand … man wird darin wahnsinnig.«

Symbol der Widerstandskraft

Die 29-jährige Damari wurde bei ihrer Entführung am 7. Oktober 2023 aus dem Kibbuz Kfar Aza angeschossen und schwer verletzt. Obwohl sie Finger verloren hatte und eine Kugel im Bein steckte, ertrug sie ständige Schmerzen, Hunger und menschenunwürdige Bedingungen. So durfte sie nur ein- oder zweimal täglich in übelriechenden Tunneln auf die Toilette. Ihre Tortur endete schließlich im Januar, als sie im Rahmen eines Waffenstillstands befreit wurde. Ihr trotziges Bild mit der hochgereckten, verstümmelten Hand wurde zum Symbol für Widerstandskraft.

Emily Damari, die sich noch immer von ihren Verletzungen erholt, ist entschlossen, die internationale Aufmerksamkeit auf die zurückgebliebenen Hamas-Geiseln zu lenken – darunter ihre engsten Freunde, die Zwillingsbrüder Gali und Ziv Berman, die gemeinsam mit ihr entführt wurden und weiterhin in Gefangenschaft sind. »Sie sind wahrscheinlich in einem Käfig«, sagte sie gegenüber der Daily Mail. »Sie werden misshandelt. Es ist wahrscheinlich unvorstellbar heiß für sie.«

Damari forderte die Staats- und Regierungschefs der Welt, darunter US-Präsident Donald Trump und den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um die Freilassung der verbleibenden Geiseln zu erreichen. Ihre Botschaft: »Sie haben mir das Leben gerettet, jetzt müssen Sie dasselbe für die letzten fünfzig Geiseln tun. Nur dann können wir beginnen, zu heilen.«

Bleiben Sie informiert!
Mit unserem wöchentlichen Newsletter erhalten Sie alle aktuellen Analysen und Kommentare unserer Experten und Autoren.

Zeigen Sie bitte Ihre Wertschätzung. Spenden Sie jetzt mit Bank oder Kreditkarte oder direkt über Ihren PayPal Account. 

Mehr zu den Themen

Das könnte Sie auch interessieren

Wir reden Tachles!

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie alle aktuellen Analysen und Kommentare unserer Experten und Autoren!

Nur einmal wöchentlich. Versprochen!