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Terror mit iranischen Drohnen, ein »Austausch von Ideen«

Iranische Drohne in einer unterirdischen Basis
Iranische Drohne in einer unterirdischen Basis (© Imago Images / ZUMA Wire)

Seit Russland den Einsatz iranischer Drohnen in der Ukraine nicht mehr verbergen kann, bewirbt die iranische Führung den internationalen Verkauf ihrer Waffenproduktion ganz ungeniert.

Moskau arbeite militärisch mit dem Iran zusammen, um zu verhindern, dass sich die »Takfiri-Ideologie in Syrien ausbreitet«, sagte der russische Botschafter im Libanon, Alexander Rudakow am 18. Oktober in einem Interview mit dem bahrainischen Sender LuaLua TV, wobei er sich auf sunnitische islamistische Gruppierungen und deren Weltanschauung bezog.

Rudakow bestätigte, dass Russland seine Militäroperationen in Syrien »in erheblichem Umfang mit dem Iran koordiniert« und erklärte, er sehe kein Problem darin, wenn Russland Drohnen oder Waffen aus iranischer Produktion einsetzt: »Es ist ein Austausch von Ideen, um zu sehen, was das Beste ist. Aber in einem Punkt müssen wir genau sein: Diese Drohnen werden nicht gegen zivile Ziele eingesetzt, sondern nur gegen militärische Einrichtungen.«

Seit Ende des Sommers setzt Russland auch iranische Drohnen in der Ukraine ein, vor allem die sogenannten Kamikazedrohnen, mit denen es Städte wie Kiew oder Infrastruktureinrichtungen wie das Elektrizitätsnetz angreift. Unlängst wurde bekannt, dass Israel die Ukraine mit Geheimdienstinformationen über die iranischen Drohnenversorgt, die Russland für seine Angriffe nutzt.

Kürzlich prahlte nicht nur der Oberste Führer des Irans, Ali Khamenei, mit den Drohnen der Islamischen Republik, sondern auch Präsident Ebrahim Raisi erklärte am 22. Oktober in einer vom iranischen Fernsehsender IRINN ausgestrahlten Ansprache, er werde auf seinen Auslandsreisen von ausländischen Führern angesprochen, die im Iran hergestellte militärische Ausrüstung kaufen wollen. »Bis vor Kurzem hatte unsere Militärindustrie nicht einmal Stacheldraht, und sie wollten ihn uns auch nicht verkaufen. Wenn ich aber heute in New York oder in Samarkand mit Staatsoberhäuptern zusammentreffe, fragen sie mich: ›Wollt Ihr uns nicht die Produkte eurer Militärindustrie verkaufen?‹«

Während diese Länder dem Iran in der Vergangenheit also nicht einmal die primitivsten Ausrüstungsgegenstände verkaufen wollten, wären sie nun an den iranischen Militärprodukten interessiert. Auf seine Frage, warum sie ihre Ausrüstung nicht anderswo beschaffen, so Raisi, würden diese Staatsoberhäupter antworten, die iranische Militärtechnologie sei fortschrittlicher als im Rest der Welt.

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