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Eine Revolution im Nahen Osten, die der Westen nicht sehen möchte

Sitzstreik gegen die proiranische Hisbollah im Libanon
Sitzstreik gegen die proiranische Hisbollah im Libanon (© Imago Images / Le Pictorium)

Eine Rückkehr zum Status Quo des Atomdeals mit dem Iran wäre ein Verrat an den Demonstranten im Nahen Osten.

Terry Glavin, National Post

Eine Revolution ist im Gange. Sie hat vor Jahren begonnen und startet seitdem immer wieder von neuem. Sie vereint Libanesen, Syrer, Iraner und Iraker. Ihr Ziel ist die Zerschlagung des blutigen khomeinistischen Despotismus, der von der Quds Force der Revolutionsgarden in Teheran über das Assad-Regime in Damaskus bis zur Hisbollah im Libanon und der Hamas vorangetrieben wird, vom Islamischen Dschihad im Gazastreifen bis zu den Hashd-al-Shaabi-Milizen im Irak, die sich in jeden Zweig des irakischen Staates eingeschlichen haben.

Es ist ja schön und gut, dass der kanadische Premierminister Justin Trudeau, sein britischer Kollege Boris Johnson, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron Teheran dazu zwingen wollen, sich wieder an Barack Obamas Atomdeal zu halten, aus dem Trump ausstieg. Aber der Geist wird nicht so leicht in seine Flasche zurückkehren.

Es war Obamas „Gemeinsamer Umfassender Aktionsplan“ (JCPOA), der die Quds Force entfesselte und ihnen ermöglichte, ihre schreckliche Hegemonie der Khomeinisten in der gesamten Region durchzusetzen. Nun warnt der Iraner Hassan Rouhani davor, dass nicht nur amerikanische Soldaten, sondern auch europäische Soldaten in der Region möglicherweise bald auf der Liste der Ziele der Quds Force stehen könnten. Man darf nicht glauben, dass die Empfehlung einer Rückkehr zum Status Quo des JCPOA ein Aufruf zur Deeskalation wäre.

Vielmehr ist sie ein zutiefst schlechter Rat. Solch eine Rückkehr könnte den Zwecken einiger kanadischer und europäischer Unternehmen dienen, die nach einem Platz in der iranischen Wirtschaft streben, von der ein Großteil im Besitz der Revolutionsgarden ist und von dieser kontrolliert wird. Aber es würde einen tiefgreifenden Verrat an den Menschen im Libanon, in Syrien, im Iran und im Irak darstellen, die ohnehin bereits nicht viel anderes als Verrat von sechs aufeinanderfolgenden demokratischen und republikanischen Regierungen der Vereinigten Staaten und vom „Westen“ im Allgemeinen erfahren durften.

There’s a revolution going on in the Mideast. Why doesn’t the West see that?

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