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Ein Mord in Istanbul, der niemanden interessiert

Blick auf Istanbul, wo iranische Agenten im November einen Dissidenten ermordeten. (imago images/CHROMORANGE)
Blick auf Istanbul, wo iranische Agenten im November einen Dissidenten ermordeten. (imago images/CHROMORANGE)

Im vergangenen November ermordeten iranische Agenten in Istanbul einen Dissidenten. Die Türkei vertuscht den Mord, die internationalen Medien ignorieren ihn.

Seth J. Frantzman, The Jerusalem Post

Iranische Agenten mit Diplomatenpass ermordeten im November 2019 in Istanbul einen Dissidenten. Der Mord wurde jedoch vertuscht, um den Iran nicht in Verlegenheit zu bringen. Er weist viele der Merkmale des Mordes an dem saudi-arabischen Dissidenten und ehemaligen Insider Jamal Khashoggi auf, der 2018 ermordet wurde.

Ein großer Unterschied besteht jedoch darin, dass die türkischen, westlichen und katarischen Medien Khashoggi wochenlang auf die Titelseite gebracht haben, während der Mord an Masoud Molavi Vardanjani ignoriert wurde.

Ein Bericht von Reuters enthüllte den Mord an Vardanjani. Er wurde von den iranischen Revolutionsgarden gewarnt, sich nicht mehr gegen das Regime auszusprechen und sein Wissen nicht mehr mit anderen zu teilen. Der Iran ermordete ihn schließlich am 14. November 2019. Zwei Geheimdienstmitarbeiter des iranischen Konsulats sollen den Mord begangen haben. (…)

Der Dissident verließ den Iran, ähnlich wie Khashoggi Saudi-Arabien verlassen hatte. Er ließ sich in der Türkei nieder, im Glauben, dass er hier sicher sein würde. Er war ein Experte für Cybersicherheit und hatte Berichten zufolge mit dem iranischen Verteidigungsministerium zusammengearbeitet. (…)

Anders als bei der Khashoggi-Affäre, in der höchste Stellen der Türkei daran arbeiteten, die Beteiligung Saudi-Arabiens aufzudecken, und fast täglich Gespräche mit der Presse führten, wurde in Ankara versucht, diesen Mord nicht zu erwähnen. Das liegt daran, dass die Türkei zunehmend ein Verbündeter des Iran und Russlands ist und wenig Interesse daran hat, Vertreter des Iran in Verlegenheit zu bringen. (…)

Die Türkei hat offenbar Verdächtige festgenommen, die aussagten, sie hätten auf Befehl von Geheimdienstbeamten des iranischen Konsulats in Istanbul gehandelt. Auch das weckt Erinnerungen an die Ermordung von Khashoggi, die im saudi-arabischen Konsulat geschehen sein soll.

Wie die Saudis hatten die Iraner, die den Angriff befohlen hatten, diplomatische Pässe bei sich und sind angeblich danach abgereist. Es ist fast so, als hätten sich die Iraner die Ermordung von Khashoggi zum Vorbild für ihre Attacke genommen. (…)

Warum ist der Mord an Molavi, der heute oft als Vardanjani bezeichnet wird, unter dem Radar geblieben? In Berichten in den sozialen Medien, die mit Dissidenten in Verbindung gebracht werden, wurde monatelang auf den Mord aufmerksam gemacht. Warum, so fragen Iraner, haben westliche Medien sich nicht dafür interessiert?

Another Khashoggi? Iran murdered dissident in Istanbul, why the cover-up?

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