‚Vor den Osloer Abkommen operierte im Westjordanland und im Gazastreifen nur die israelische Regierung. Wenn ich über israelische Menschenrechtsverstöße oder harsche Maßnahmen berichtete, gewann ich Preise, erhielt zahlreiche Jobangebote und wurde als Held gepriesen. Aus der Sicht der internationalen Medien stand ich auf der ‚richtigen Seite’ der Geschichte, erinnerte sich Toameh. ‚Nach dem Osloer Abkommen ging die Kontrolle über das Westjordanland und den Gazastreifen an die Palästinensische Autonomiebehörde über. Als ich Mitte der 1990er Jahre die Gewalt, Menschenrechtsverstöße und Korruption der Palästinensischen Autonomiebehörde wahrnahm, war das für mich ein Wendepunkt. Als ich über diese Dinge zu schreiben begann, war ich kein Held mehr. Meine Kollegen und die internationalen Medien erklärten mir, die sei nicht die Geschichte, über die sie berichten wollten. Sie wollten Berichte über die israelische Besatzung und Verfolgung der Palästinenser. Manche nannten mich sogar einen ‚zionistischen Agenten’. Allmählich desillusionierte mich die Verlogenheit in der Art, in der über den Konflikt berichtet wurde. Die Wahrheit und die Fakten waren dabei nicht wichtig.“ (Bericht auf JewishPress.com: „Ex-AP Reporter Reveals: Int’l Media Coverage of Israel is a ‚Bluff‘“)
