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Ein Boykotteur ist beleidigt – weil er sich boykottiert fühlt…

Ein Boykotteur ist beleidigt - weil er sich boykottiert fühlt…„Roger Waters liebt die Heldenpose. Bei seinen Konzerten präsentiert sich der Musiker als furchtloser Kämpfer gegen das Unrecht dieser Welt, vor allem gegen Israel, dessen Existenz für den BDS-Propagandisten das größte Unrecht überhaupt zu sein scheint. Wie bei vielen Bühnenhelden allerdings ist der reale Mensch hinter der Rolle nicht ganz so heroisch, wie er sich vor dem Publikum geriert. Der ‚Pink Floyd‘-Mitbegründer gehört eher zu der Spezies, die zwar gern austeilt, beim Einstecken jedoch rasch anfängt, wehleidig zu greinen. Man kennt solche Typen aus der Schulzeit. Sie machten sich einen Spaß daraus, Schwächere zu triezen und zu schikanieren – bis die sich wehrten. Dann liefen die Mobber zum Lehrer und heulten, sie seien angegriffen worden.

Was dem Schulhofschläger die Pausenaufsicht, ist bei Waters die Justiz. Er gab vergangene Woche bekannt, gegen den Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter rechtlich vorzugehen. (…) Aber Rogers Beschwerden gehen noch weiter. OB Reiter hatte auch angekündigt, die stadteigene Olympiahalle künftig nicht mehr für Konzerte an Waters zu vermieten. Das komme ‚einem regelrechten Boykottaufruf gleich‘, moniert der Anwalt des Altrockers. Entweder der Mann kennt seinen Mandanten nicht, oder er hat Sinn für Ironie. Druck ‚Boykott‘ ist Roger Waters’ zweiter Vorname. Das B in BDS steht nicht für ‚Badeanstalt‘. Waters, der immer wieder Druck auf Musikerkollegen macht, in Israel nicht aufzutreten, hat bislang mit Boykotten kein moralisches Problem gehabt. Jetzt, da ihn vermeintlich selbst einer trifft, jault er auf, ganz die verfolgte Unschuld. (…) Roger Waters sollte sein musikalisches Talent einsetzen und für sich und seine Mitstreiter eine Hymne schreiben. Der Titel könnte lauten: Mimimi.“ (Michael Wuliger: „Roger Waters’ Mimimi“)

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