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Ein angemessenes Andenken für Qasem Soleimani

Iranerinnen posieren für ein Fake-Selfie mit dem von den USA getöteten Soleimani
Iranerinnen posieren für ein Fake-Selfie mit dem von den USA getöteten Soleimani (© Imago Images / NurPhoto)

Was der Todestag des iranischen Revolutionsgardisten Qasem Soleimani mit einem russischen Bombenangriff auf Wasserleitungen in Syrien zu tun hat.

Zum Todestag des Chefs der iranischen Al-Quds Brigaden, Qasem Soleimani, bemühten sich der Iran und seine Verbündeten um ein angemessenes Andenken.

Im Irak etwa wurden Mitglieder diverser schiitischer Milizen aus dem ganzen Land nach Bagdad gekarrt, um dort eine Demonstration abzuhalten. Von „mehreren hundert“ war in irakischen Medien die Rede, was allerdings wenig beeindruckend erscheint für die ganze Mühe.

Derweil überschlugen sich Hisbollah und andere von Teheran abhängige Organisationen im Nahen Osten darin, die Leistungen Soleimanis zu loben. So erklärte etwa der stellvertretende Führer der Hisbollah, Naim Kassim, ohne die Hilfe der iranischen Quds-Brigaden hätte das Assad Regime in Syrien kaum überlebt.

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Damit bestätigt er nur, was eigentlich längst bekannt ist: Hätte der Iran nicht schon zu Beginn der Massenproteste 2011 so massiv in Syrien interveniert, wäre Assad vermutlich schon damals, als es noch keine bewaffnete Opposition gab, gestürzt worden.

Soleimani sucht Hilfe bei Putin

Sein Überleben hat Assad in der Tat den Mullahs in Teheran zu verdanken, aber nicht nur ihnen. Denn einige Jahre später, als große Teile des Landes schon in Trümmern lagen, nämlich 2015 musste Soleimani höchstselbst nach Moskau fliegen, um dort um militärische Unterstützung zu bitten, denn trotz iranischer Hilfe stand es erneut schlecht um Assads Zukunft.

Putin gab daraufhin den Befehl, russische Kampfflugzeuge nach Syrien zu verlegen, die in den Folgejahren eine so brutale Bombenkampagne begannen, dass die UNO Moskau mehrmals vorwarf, in Syrien Kriegsverbrechen begangen zu haben.

Auch im neuen Jahr gehen diese Angriffe auf die letzte von der Opposition kontrollierte Region im Nordwesten Syriens weiter.

So flogen in den vergangenen Tagen russische Flugzeuge mehrere Angriffe auf zivile Einrichtungen und richteten beträchtlichen Schaden an, unter anderem an der Wasserversorgung von Idlib, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete.

„Aus zuverlässigen Quellen verlautete, dass russische Kampfjets bisher rund zehn Luftangriffe auf die Umgebung des Dorfes Al-Sheikh Yusuf im Westen Idlibs, auf die Umgebung des Zentralgefängnisses in der Nähe von Idlib-Stadt und auf die Umgebung der Sejer-Wasserstation, die Idlib-Stadt und die westlichen Dörfer versorgt, geflogen haben, wobei die Wasserleitungen beschädigt wurden.“

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