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Ehemaliger iranischer Geheimdienstminister: „Mossad hat Islamische Republik infiltriert.“

Der ehemalige iranische Geheimdienstminister Ali Younesi
Der ehemalige iranische Geheimdienstminister Ali Younesi (© Imago Images / ZUMA Wire)

Weil der israelische Geheimdienst Mossad die höchsten Ebenen des Iran infiltriert habe, kümmere sich die Islamische Republik nicht um die Belange der Öffentlichkeit, sondern verfolge stattdessen das Reformlager.

Neta Bar

Ein ehemaliger iranischer Geheimdienstminister erklärte vergangene Woche, dass Israels Geheimdienst Mossad die iranische Führung infiltriert habe und viele hochrangige Beamte in der Islamischen Republik kompromittiert seien.

„Die Führer des Landes zeigen kein Interesse daran, was das Beste für die Öffentlichkeit und deren Leben ist. Es ist dem Mossad gelungen, mit Versprechungen von Einfluss und Geld in die Sicherheitsorgane des Regimes einzudringen“, sagte Ali Younesi in einem Interview mit der reformorientierten Nachrichten-Website Jamaran.

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„Jetzt ist das Regime damit beschäftigt, dem Iran treu ergebene Menschen, vor allem aus dem reformistischen Lager, zu verfolgen, anstatt die im Auftrag Israels arbeitenden Infiltratoren aufzuspüren und zu verhaften. Das Regime hat viele Geheimdienste mit sich überschneidenden Aufgaben eingerichtet, um den Geheimdienst zu schwächen“, sagte er.

Younesi diente unter dem ehemaligen reformistischen Präsidenten Mohammad Khatami von Dezember 2000 bis August 2005 und war ein Berater des ehemaligen Präsidenten Hassan Rohani.

„Spionageagenturen können leicht in radikale Gruppen und Organisationen eindringen, denn in diesen Gruppen zählt nur der Radikalismus“, so Younesi weiter. „Spionageagenturen suchen sich die richtigen Radikalen aus ihren eigenen Reihen oder anderswoher aus und lassen sie andere Geheimdienste infiltrieren. Je radikaler sie sind, desto schneller werden sie befördert und erreichen die oberste Ebene der Geheimdienste.“

Auf den Spuren Ahmadinejads

Younesi behauptete, die israelische Infiltration habe begonnen, nachdem er 2005 das Geheimdienstministerium verlassen hatte, und schlug vor, der Iran solle Speichellecker und Radikale entfernen, die seiner Meinung nach am ehesten von ausländischen Geheimdiensten angelockt werden könnten.

Younesis Kritik griff die jüngsten Äußerungen des ehemaligen iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinejad auf, der vor etwa zwei Wochen behauptet hatte, israelische Agenten hätten die Spionageabwehrdienste seines Landes infiltriert, insbesondere die Abteilung, die mit der Vereitelung israelischer Spionage beauftragt ist.

Ahmadinejad behauptete sogar, dass Beamte innerhalb der iranischen Geheimdienste versuchen würden, die Spuren der Mörder iranischer Atomwissenschaftler zu verwischen, wie etwa die des Leiters des Atomprogramms der Islamischen Republik, Mohsen Fakhrizadeh.

Der ehemalige iranische Präsident, der vor kurzem von der Kandidatur für die Wiederwahl bei den iranischen Präsidentschaftswahlen disqualifiziert wurde, die mit einem Sieg des Hardliners Ebrahim Raisi endeten, behauptete, dass „die großangelegte israelische Operation sich auf eine korrupte Bande des Sicherheitspersonals in den oberen Rängen des nationalen Geheimdienstapparates stützte.“

(Der ArtikelFormer Iranian intelligence minister: ‘Mossad has penetrated the regime’“ ist zuerst beim Jewish News Syndicate erschienen. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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