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Ehemaliger Deutsche-Welle-Journalist: Ukraine-Krieg ein Geschenk Allahs

Abdel Bari Atwan freut sich über den Ukraine-Krieg
Abdel Bari Atwan freut sich über den Ukraine-Krieg (Quelle: MEMRI)

Laut einem britisch-palästinensischen Journalisten müssten alle Muslime für den russischen Überfall auf die Ukraine dankbar sein, da er den Westen zum Bittsteller in der arabischen Welt mache.

Der seit dem Jahr 2017 als regelmäßiger Talkgast und Interviewpartner beim Sender Deutsche Welle eingeladene britisch-palästinensische Journalist Abdel Bari Atwan veröffentlichte am 18. März ein Video auf seinem YouTube-Kanal, in dem er den Überfall Russlands auf die Ukraine als Geschenk Gottes bezeichnete.

»Der Ukraine-Krieg ist ein Segen für die Araber. Er ist ein Geschenk Allahs an die Araber und ich hoffe, sie wissen, wie sie dieses Geschenk würdigen können. Die Araber profitieren am meisten von diesem Krieg.«

Dies bedeute nicht, so fuhr Atwan in seinem von MEMRI übersetzten Video fort, dass die Araber kein Mitgefühl für das ukrainische Volk hätten, im Gegenteil, die Araber wüssten genau, wieso den Ukrainern ihr Mitgefühl gebühre:

»Sie sind das Opfer einer amerikanischen Verschwörung, so wie wir alle Opfer amerikanischer Verschwörungen im Irak, in Libyen, in Palästina, in Syrien, im Jemen und im Sudan sind. Sie [die Ukrainer] haben wirklich unser Mitgefühl, aber als Araber profitieren wir am meisten von dieser Krise.«

Man könne beobachten, wie die »Westler« aus Europa und Amerika zu den Arabern »pilgern« und sie anflehen, den Westen zu retten, indem sie die Ölproduktion erhöhen.

»Der Ölpreis ist gestiegen. Wer profitiert davon? Wir. Die Leben [der Westler] sind in unseren Händen. Wir als Araber sollten Allah dankbar sein. Wir sollten uns über die Quelle der Macht in unseren Händen bewusst sein und wie Männer handeln und unseren Mann stehen!«

Dass Politiker wie US-Präsident Joe Biden nun den russischen Präsidenten Wladimir Putin als Kriegsverbrecher bezeichnen, sei heuchlerisch und voller Doppelmoral:

»Ihr sei die Kriegsverbrecher! Ihr wart es, die uns zerstört haben. Ihr habt zwei Millionen irakische Märtyrer getötet. Ihr wart es, die den Irak überfallen und zerstört und sein Öl gestohlen habt. Ihr wart es, die Syrien zerstört haben und seid verantwortlich für eine halbe Million syrische Märtyrer. Und auch hinter dem Krieg im Jemen steckt Ihr.«

Und natürlich kam Atwans verschwörungstheoretische Suada nicht ohne antiisraelische Volte aus:

»Der Israelische Nationalfonds [womit er wohl den Jüdischen Nationalfonds (Keren Kayemet LeYisrael) meinte] zieht in Betracht, verlassene griechische Inseln zu kaufen, sodass die Israelis dorthin fliehen können, wenn sie Raketenangriffe aus dem Südlibanon, Gaza, Syrien oder dem Iran erleiden.«

Kurze Zeit darauf nahm ein Sender der ägyptischen Muslimbruderschaft in der Türkei diesen Topos auf und behauptete ebenfalls, die Israelis würden sich bereits nach griechischen Inseln umsehen, weil sie durch die palästinensischen Terroranschläge in Angst und Schrecken versetzt seien und »glauben, in einem zukünftigen Krieg würden viele von ihnen evakuiert werden, da ihre Verluste unerträglich für sie sein werden«.

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