Die Wirtschaft des Iran ist in den Händen der Revolutionsgarden

„[L]ängst richtet sich der Protest gegen das ganze Regime und die politische Elite, die immer reicher wird – während schätzungsweise bis zu 40 Prozent der Iraner unter der Armutsgrenze leben. Dabei sehen die Statistiken gut aus. Laut Weltbank wuchs die Wirtschaft des Landes im Jahr 2016 um rund 13 Prozent, Ölexporte stiegen um 60, die Staatseinnahmen um mehr als 80 Prozent. Doch der Export anderer Produkte sank im selben Jahr um neun Prozent, die Arbeitslosigkeit stieg auf 12,6 Prozent. Irans Wirtschaft hat ‚nur wenig Kapazitäten, um Arbeitsplätze zu schaffen‘, so die Weltbank. Der Grund: Die Ajatollahs schränken den privaten Sektor drastisch ein und wirtschaften seit Jahrzehnten in die eigene Tasche. Nur 20 Prozent des iranischen Bruttosozialprodukts (BSP) werden im privaten Sektor geschaffen. Das Problem entstand nach dem Krieg gegen den Irak in den 90er-Jahren. Damals sollten die Revolutionsgarden helfen, den Iran wieder aufzubauen. (…)

Heute gehören Khamenei und den Revolutionsgarden rund 80 Prozent der iranischen Wirtschaft. Sie besitzen außer den größten Baufirmen auch Fluggesellschaften, Minen, Versicherungen, Banken, Elektrizitätswerke, Telekommunikationsfirmen, Fußballklubs und Hotels. Für die gesammelten Auslandsaktivitäten gibt das Regime Milliarden aus. So erhält die libanesische Hisbollahmiliz rund 700 Millionen Euro jährlich, palästinensische Terrororganisationen wie die Hamas und der Palästinensische Islamische Dschihad erhalten nach israelischen Schätzungen etwa 120 Millionen Euro. Zugleich rüstet Teheran die Huthi-Rebellen im Jemen auf und bezahlt einen Teil des Gehalts der rund 100.000 Kämpfer schiitischer Milizen im Irak. Doch in kein Land fließen mehr iranische Steuergelder als nach Syrien. Dort unterhält Teheran mehrere Milizen mit insgesamt 50.000 Mann, neben Tausenden Pasdaran, die dort seit Jahren kämpfen. Täglich liefern iranische Transportflugzeuge Syriens Präsident Baschar al-Assad Munition und Waffen. (…)

Gleichzeitig erwarben die Mullahs in Syrien Anteile am Telekommunikationsmarkt, exklusive Schürfrechte, Anteile an Kraftwerken im Wert von 550 Millionen Dollar sowie exklusive Weiderechte auf Tausenden Hektar Land. Und natürlich verdienen die Baufirmen der Pasdaran am Wiederaufbau Syriens.“ (Gil Yaron: „Selbst der Krieg in Syrien macht die Ajatollahs immer reicher“)

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