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Die Kindersoldaten der Hamas

In ihren Sommercamps züchtet die Hamas Kindersoldaten heran
In ihren Sommercamps züchtet die Hamas Kindersoldaten heran (Quelle: Twitter)

Wieder einmal veranstalten die Hamas und der Islamische Jihad im Sommer paramilitärische Trainingslager für Kinder und Jugendliche im Gazastreifen. Dort werden die Minderjährigen im Gebrauch scharfer Waffen unterwiesen und zum Hass auf Juden und Israel gedrillt. Die internationale Gemeinschaft interessiert sich dafür jedoch nicht, und die Vereinten Nationen sind eher ein Teil des Problems.

Zu den erstaunlichsten und befremdlichsten Leerstellen in der Nahost-Berichterstattung großer deutschsprachiger Medien gehört es, sich nicht mit den Sommercamps für Kinder und Jugendliche zu beschäftigen, die seit Jahren von der Hamas und dem Palästinensischen Islamischen Jihad (PIJ), den im Gazastreifen herrschenden Terrororganisationen, veranstaltet werden.

Dabei sind diese Camps keine harmlosen palästinensischen Pfadfinderlager, keine Freizeitangebote, um etwa das Schwimmen oder Fußballspielen zu erlernen. Sondern sie sind paramilitärische Trainingslager, in denen Minderjährige zu Hass und Terror gegen Juden erzogen und im Gebrauch von scharfen Waffen unterwiesen werden.

Mit Videos wie diesem werden Zehntausende von Teenagern angeworben, an den Lagern teilzunehmen, die unter der Leitung der bewaffneten Flügel von Hamas und PIJ stehen, also der Kassam-Brigaden und der Quds-Brigaden. Ihre Mottos sind „Schwert von Jerusalem“ und „Vorhut der Befreiung“.

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Mit „Schwert von Jerusalem“ bezeichnet die Hamas ihre jüngsten Terrorangriffe auf Israel im Mai, bei denen über 4.000 Raketen vom Gazastreifen auf den jüdischen Staat abgefeuert wurden. „Befreiung“ meint im Sprachgebrauch palästinensischer Organisationen die „Befreiung ganz Palästinas“ – von den Juden nämlich. Es ist mithin ein Euphemismus für die Vernichtung Israels.

Das Ziel der Camps ist es laut Hamas und PIJ, „die Flamme des Jihad in der Generation der Befreiung zu entfachen, ihr islamische Werte zu vermitteln und die nächste siegreiche Armee für die Befreiung Palästinas vorzubereiten“.

In den Militärlagern werden „junge Männer im Schießen und in militärischen und sicherheitstechnischen Fertigkeiten ausgebildet“, wie es in Berichten aus dem Gazastreifen heißt. „Sie zielen auch darauf ab, ihre Moral zu stärken und sie auf die nächste Konfrontation [mit Israel] vorzubereiten, die bevorstehen könnte.“

Rekrutierung von Kindern für den Krieg gegen Israel

Ahmad al-Ra‘i, ein Sprecher des PIJ, sagte, die Sommerlager sollten „die Präsenz der palästinensischen Sache in den Köpfen und Herzen der palästinensischen Jugendlichen festigen und die Errungenschaften der Schlacht um das Schwert von Jerusalem in ihren Köpfen als eine wichtige Station in der Geschichte des Konflikts verankern“. Die Camps sollten zudem „die Liebe und den Geist des Jihad und des Widerstands im palästinensischen Volk festigen, besonders bei den Jugendlichen“.

Al-Ra‘i ergänzte, man werbe gezielt Jungen im Alter von 14 bis 17 Jahren an, schließlich habe Israel sie bereits „ins Visier genommen, indem es sie der westlichen Kultur aussetzt“.

Der Palästinensische Islamische Jihad, so der Sprecher weiter, habe „seine Finger immer noch am Abzug“, und die Sommercamps sendeten auch die Botschaft an Araber und Muslime, dass „die Flamme des Konflikts [mit Israel] aufrechterhalten wird“. Die Lager würden „eine Generation hervorbringen, die Palästina befreien wird“.

Die Hamas wiederum gab bekannt, sich nicht nur an Schulkinder, sondern auch an Universitätsstudenten und Erwachsene zu richten. Sie rief die Palästinenser auf, sich in verschiedenen Moscheen im Gazastreifen für die Sommerlager zu registrieren.

Wie der israelisch-palästinensische Journalist Khaled Abu Toameh herausgefunden hat, tauchten auf verschiedenen Social-Media-Plattformen diverse Videos von maskierten und bewaffneten Hamas-Terroristen auf, die in einer Moschee dazu aufriefen, ihre Kinder in die Camps zu schicken. Fotos zeigen palästinensische Kinder, die Schlange stehen, um sich für die Camps der Hamas und des PIJ anzumelden.

Glorifizierung von Terror und Hass auf Juden

Was in diesen paramilitärischen Lagern konkret geschieht, hat Abu Toameh schon vor Jahren berichtet: Den Kindern werde unter anderem „beigebracht, dass Selbstmordbomber der Hamas und Terroristen, die für den Tod Hunderter Israelis in den vergangenen Jahrzehnten verantwortlich sind, Vorbilder seien, denen es nachzueifern gelte“.

Außerdem werde ihnen gezeigt, wie man einen Angriff auf einen israelischen Militärstützpunkt durchführt und israelische Soldaten tötet und gefangen nimmt.

„Mehr als 50.000 Kinder in Gaza haben sich bisher für die Teilnahme an den terroristischen Sommercamps der Hamas für Kinder angemeldet. Das ist tragisch und inakzeptabel. Wo sind ihre Eltern?“, schrieb Ofir Gendelman, der Sprecher des israelischen Premierministers für die arabischen Medien, auf Twitter. „Die Hamas benutzt absichtlich palästinensische Kinder und Zivilisten in Gaza als menschliche Schutzschilde. Das ist ein Kriegsverbrechen.“

Man muss sich das noch einmal vergegenwärtigen: Während die Vereinten Nationen und andere Vermittler bemüht sind, internationale Hilfen für die Beseitigung der jüngsten Kriegsschäden und den Wiederaufbau zerstörter Häuser im Gazastreifen zu organisieren, investieren Hamas und PIJ lieber in die Rekrutierung tausender palästinensischer Kinder für Jihad-Sommercamps, um sie dort zu Soldaten für den Krieg zur Zerstörung Israels auszubilden.

UNICEF schweigt, die UNRWA ist selbst Teil des Problems

„Sie haben genug Geld, um Camps zur Gehirnwäsche und Indoktrination ihrer eigenen Kinder zu gründen, sind aber nicht bereit, in den Wiederaufbau von Häusern zu investieren, die während des letzten Krieges zwischen der Hamas und Israel zerstört oder beschädigt wurden“, resümiert Khaled Abu Toameh.

Für Hamas und PIJ sei „der Ehrgeiz, Israel zu zerstören, offensichtlich stärker als der Wunsch, das Leben ihrer Kinder zu schützen und sie etwa zu Ärzten oder zu Ingenieuren auszubilden“. Die Kinder, die jetzt im Gazastreifen eine militärische Ausbildung durchliefen, würden bald „als maskierte Männer in den bewaffneten Gruppen von Hamas und PIJ auftreten“.

Diese Tatsachen werden jedoch von der internationalen Gemeinschaft ignoriert, das heißt: Es werden auch keine Hilfszahlungen an die Bedingung geknüpft, dass diese Zurichtung und dieser Missbrauch von Minderjährigen aufhört.

Dabei ist laut UNICEF „die Rekrutierung und der Einsatz von Kindern durch bewaffnete Kräfte eine schwere Verletzung der Kinderrechte und des humanitären Völkerrechts“. Doch das Kinderhilfswerk hat sich selbst bislang nicht zu den Terrorcamps geäußert, auch nicht in seinem neuesten Bericht zur Situation in den palästinensischen Gebieten.

Ebenfalls kein Thema ist es, dass es vorwiegend Kinder und Jugendliche aus den Schulen des Palästinenserhilfswerks UNRWA sind, die für die paramilitärischen Trainingslager angeworben und zu Kindersoldaten ausgebildet werden.

Die Organisation UNRWA Monitor hat bereits vor drei Jahren beispielsweise in einem kurzen Film dokumentiert, was den Teenagern in den Camps beigebracht wird und wie sehr sie von der jihadistischen, antisemitischen Propaganda verhetzt werden. Auch aktuelles Film- und Bildmaterial vermittelt einen erschütternden Eindruck davon, wie es in den Camps zugeht.

Die Folgen des Schweigens der internationalen Gemeinschaft

Zu Recht fragt Talya Goldstein, eine Mitarbeiterin von UNRWA Monitor: „Wie kann das UN-Flüchtlingshilfswerk, das entsprechend den UN-Prinzipien handeln sollte, einer Terrororganisation erlauben, die Kinder, für deren Wohlergehen es verantwortlich ist, für Militärtrainings zu rekrutieren?“

Die Antwort ist letztlich in der engen Bande zwischen der UNRWA und der Hamas zu finden, die sich nicht zuletzt bei der Auswahl der Mitarbeiter, im Ausgang der Wahlen zu den Angestelltenvertretungen und bei den Bildungsinhalten zeigt.

Den Kindern und Jugendlichen wird bereits im Unterricht antisemitischer Hass eingetrichtert, wie diese filmische Dokumentation von UNRWA Monitor deutlich macht. Die Schüler lernen, dass Juden das ultimative Böse sind, dass Israel in einem heiligen Krieg vernichtet werden muss und dass sie Gotteskrieger sind, die sich ganz und gar diesem Ziel zu verschreiben haben.

Da sind die Unterweisung im Gebrauch von Waffen und die Simulation von terroristischen Aktivitäten in den Sommerferien nur folgerichtig. Interessiert das die Geldgeber der UNRWA eigentlich nicht, allen voran Deutschland, das den größten Betrag zur Verfügung stellt?

„Das Schweigen der internationalen Gemeinschaft zu diesem monströsen Kindesmissbrauch wird eine neue Generation palästinensischer Jihadisten hervorbringen, die sich dem Krieg gegen Israel anschließen“, prophezeit der Journalist Khaled Abu Toameh.

Eigentlich müsste jedem, der die Bilder aus den Sommercamps von Hamas und PIJ sieht, der Atem stocken, schließlich werden Kinder hier nicht zum Frieden erzogen, sondern zum Krieg. Doch Politik und Medien scheinen nicht sonderlich berührt davon zu sein. Dabei darf es, um alles in der Welt, nicht bleiben.

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